Marcel Reif ruft zu Gewalt gegen Embolo auf und kassiert heftiges Twitter-Gewitter!

Deutschland - Schon wieder sorgen Aussagen von Marcel Reif (71) für Aufruhr in den sozialen Medien! Nachdem schon sein "Jungtürken"-Spruch im Sport1-Doppelpass zu erhitzten Diskussionen geführt hatte, stehen diesmal widerliche Sätze in Richtung Breel Embolo (23) im Fokus.

Borussen-Stürmer Breel Embolo (23) wurde von Marcel Reif (71) für sein Corona-Fehlverhalten mit drastischen und unpassenden Worten kritisiert.
Borussen-Stürmer Breel Embolo (23) wurde von Marcel Reif (71) für sein Corona-Fehlverhalten mit drastischen und unpassenden Worten kritisiert.  © Andreas Gora/dpa

Im Video von Bild live wurde er auf den Corona-Verstoß des Angreifers von Borussia Mönchengladbach angesprochen und regte "so 'ne kleine Abreibung" gegen den Stürmer an.

Doch damit noch nicht genug. Reif sprach von "innerer Hygiene" in der Kabine, die es zu seiner Zeit gab: "Nach dem Motto: Trainer, könnten Sie mal kurz rausgehen? Wir brauchen mal fünf Minuten. Und dann macht man ein bisschen die Musik laut und dann wurde demjenigen mitgeteilt, mit relativ klaren, auch nonverbalen Mitteln, was geht und was nicht geht. Das könnte ich mir gut vorstellen."

Bild-Sportchef und Moderator Walter M. Straten (62) reagierte auf diese verabscheuungswürdigen Sätze nur mit: "Ui, klingt ja spannend", um wenig später hinzuzufügen: "Klassenkeile hat man früher in der Schule gesagt."

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Lächelnd fügte Reif hinzu: "Ich bin kein großer Gewaltanhänger und kein Gewalttäter, aber so 'ne kleine Abreibung, draußen liegt Schnee, so mal richtig einseifen und sagen: Hallo? Hallo wach, wie wärs? Nicht verkehrt."

Natürlich sorgte all das bei Twitter für mächtig Gegenwind. 11Freunde-Chefredakteur Philipp Köster (48) meinte offensichtlich fassungslos: "Die Mitspieler sollen Breel Embolo verprügeln. Sagt Marcel Reif. Und Walter Straten sagt: 'Klingt interessant!' Wahnsinn!"

Viele Twitter-User sind wegen Marcel Reifs Aussagen fassungslos

Marcel Reif schon jetzt mit der "dümmsten Aussage des Jahres"?

Marcel Reif (71) ist in der jüngeren Vergangenheit bereits mehrfach mit problematischen Aussagen aufgefallen.
Marcel Reif (71) ist in der jüngeren Vergangenheit bereits mehrfach mit problematischen Aussagen aufgefallen.  © picture alliance / dpa

Auch andere User schlugen in dieselbe Kerbe: "Die Entwicklung von Marcel Reif ist schon bemerkenswert. Zu Beginn wegen der Sachlichkeit geschätzt und mittlerweile nur noch populistischer, inhaltsloser Blödsinn. Wenn man für die Bild und dem DoPa tätig ist, kommt diese Entwicklung auch nicht überraschend."

Ein Nutzer dichtete sogar den DJ-Ötzi-Hit "Anton aus Tirol" leicht um: "Ich bin so schön, und voller Groll ich bin der Marcel und stets voll, mein Aufruf zur Gewalt zeigt, im Kopf bin ich sehr alt. Mein Verstand, am Wahnsinns schmalen Rand."

Ein weiterer User meinte treffend: "Und schon ist der Preis für die dümmste Aussage des Jahres bereits im Januar vergeben."

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Der Deutschen Presse-Agentur sagte Reif auf Anfrage, dass er sich er nicht weiter äußern wolle, "was immer im Netz" geschrieben werde.

"Das geht dann doch unter ein gewisses Niveau. Wer es verstehen will, der versteht es. Aber ich kann auch nicht auf jedes Nicht-Verstehen-Wollen eingehen."

Offenbar hat der langjährige Sky-Kommentator selbst nicht ansatzweise verstanden, wie problematisch seine Aussagen sind - selbst, wenn sich Embolo tatsächlich falsch verhalten hat, worauf die Strafe von Gladbach hindeutet. Die Fohlen gaben nämlich auf ihrer Website bekannt, den Schweizer Nationalspieler mit einer "hohen Geldstrafe belegt" zu haben. Diese habe er "akzeptiert".

Titelfoto: picture alliance / dpa

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