Trauma aus der Vorsaison: Für Gladbach geht's in Augsburg um Wiedergutmachung

Mönchengladbach - An sich ist der FC Augsburg für Borussia Mönchengladbach ein gutes Pflaster. In den vergangenen viereinhalb Jahren wurde nur eine Partie verloren. Doch dieser Stachel sitzt noch immer tief.

Augsburgs damaliger Angreifer Marko Richter (23, 3.v.l.) bejubelte mit seinen Teamkollegen den zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer, während die Gladbacher Reservespieler im Hintergrund nur verdutzt zuschauten.
Augsburgs damaliger Angreifer Marko Richter (23, 3.v.l.) bejubelte mit seinen Teamkollegen den zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer, während die Gladbacher Reservespieler im Hintergrund nur verdutzt zuschauten.  © picture alliance/dpa/Matthias Balk

Am Samstag (ab 15.30 Uhr) ist die Elf vom Niederrhein bei den bayerischen Schwaben zu Gast. Eine Reise, die keine guten Erinnerungen weckt.

"Mir kommt da ein Auswärtsspiel in den Kopf, welches, wenn wir es zehnmal spielen, nur einmal verlieren", sagte Sportdirektor Max Eberl (47) vor der bevorstehenden Begegnung.

Gemeint ist das bisher letzte Aufeinandertreffen der beiden Klubs, bei dem Gladbach gut zwei Drittel an Ballbesitz verbucht und mehr als doppelt so viele Torschüsse abgegeben hatte, am Ende aber mit 1:3 unterlag.

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Dazu verschoss Borussia-Kapitän Lars Stindl (33) beim Stand von 0:0 einen Strafstoß. "An dem Tag hatten wir genau den Tag erwischt, an dem wir es verloren haben", führte Eberl weiter aus.

Tatsächlich: Seit Mai 2017 fuhren die Fohlen gegen die Fuggerstädter vier Siege ein, vier weitere Duelle endeten Remis. Und es gab eben auch diese eine Niederlage, die noch immer besonders bitter schmeckt.

"Daran erinnere ich mich nicht so gern, weil wir ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht haben, aber mit leeren Händen nach Hause gefahren sind", merkte der Sportchef an.

Anders als im Vorjahr: Borussia Mönchengladbach reist mit Selbstvertrauen zum FC Augsburg

Die große Chance zur Führung: Fohlen-Kapitän Lars Stindl (33, 2.v.l.) vergab im vergangenen Duell vom Punkt. Sein Strafstoß fand nicht den Weg ins Tor.
Die große Chance zur Führung: Fohlen-Kapitän Lars Stindl (33, 2.v.l.) vergab im vergangenen Duell vom Punkt. Sein Strafstoß fand nicht den Weg ins Tor.  © picture alliance/dpa/Matthias Balk

Was damals ebenfalls die Stimmung bei der Borussia trübte: Die Pleite in Augsburg war wettbewerbsübergreifend das achte Spiel in Folge ohne Sieg, davon wurden sieben Partien verloren. Ein echter Negativ-Lauf!

Das ist nun nicht der Fall. Die Fohlen rücken mit einem gestärkten Selbstbewusstsein aus dem 3:1-Heimerfolg gegen Arminia Bielefeld an. Zudem steht mit Adi Hütter (51) seit Sommer ein neuer Trainer an der Seitenlinie.

"Die Frage wird sein, ob Augsburg mit einer Dreier- respektive Fünferkette spielen oder im 4-4-2-, vielleicht auch im 4-2-3-1-System, auflaufen wird", zählte der Gladbach-Coach auf, der auf alle Eventualitäten vorbereitet ist.

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In den bisherigen vier Liga-Partien hat der FCA bislang nur ein mickriges Tor erzielt, trotzdem warnt Hütter vor dem kommenden Gegner: "Sie kommen über ihre Zweikampfstärke und sind bei Standards sehr kopfballstark."

Der Österreicher vertraut deshalb auf die eigenen Stärken: "Wir müssen spielerische Lösungen suchen und nach Ballgewinn die offenen Räume finden." Nur so kann das Trauma aus der Vorsaison besiegelt werden.

Titelfoto: picture alliance/dpa/Matthias Balk (Bildcollage)

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