Unterschiede zu Rose: Hütter will RB-Fußball bei Gladbach perfektionieren

Mönchengladbach - Mit Adi Hütter (51) hat Borussia Mönchengladbach den zweiten Cheftrainer in Folge verpflichtet, der eine Vergangenheit bei RB Salzburg aufweist. Dem Ort, wo der moderne Fußball eingeimpft wird.

Aufeinandertreffen: Ex-Gladbach-Coach Marco Rose (44, l.) und Neu-Trainer Adi Hütter (51) kennen und schätzen sich gegenseitig.
Aufeinandertreffen: Ex-Gladbach-Coach Marco Rose (44, l.) und Neu-Trainer Adi Hütter (51) kennen und schätzen sich gegenseitig.  © picture alliance/dpa/Arne Dedert

Im Sommer 2019 wurde Marco Rose (44) als Fohlen-Coach verpflichtet, der gebürtige Leipziger kam direkt aus der Mozartstadt Salzburg an den Niederrhein.

Als Nachfolger von Dieter Hecking (56) lehrte Rose den Gladbachern, was er in der RB-Schule aufgesaugt und mitgenommen hat.

Aufbauspiel aus dem eigenen Strafraum, tiefe und schnelle Pässe ins letzte Angriffsdrittel, dazu ein hohes Pressing bei gegnerischem Ballbesitz - das alles verkörperte die Borussia in den vergangenen zwei Jahren, in denen Rose Trainer war.

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Hütter soll diesen Kurs jetzt fortsetzen! "Marco hat einen Fußball spielen lassen, der auch mir gefällt. Das hat irgendwie auch mit der Red-Bull-Schule zu tun", sagte der neue Übungsleiter bei seinem Amtsantritt, der ebenfalls schon zweimal in Salzburg tätig war.

Ähnlicher Spielstil und doch etwas anders: So unterscheidet sich der Fußball von Adi Hütter zu Marco Rose

Borussia-Trainer Adi Hütter (51, Innenkreis) bereitet seine neue Mannschaft auf die anstehende Saison vor.
Borussia-Trainer Adi Hütter (51, Innenkreis) bereitet seine neue Mannschaft auf die anstehende Saison vor.  © picture alliance/dpa/Marius Becker

Hütter möchte laut eigener Aussage den Klub aus Mönchengladbach nach vorn bringen und die Entwicklung mit seiner Arbeit verbessern: "Wir wollen auch weiterhin einen begeisterten, attraktiven Fußball spielen."

Bereits bei der Station Eintracht Frankfurt, wo der Österreicher bis zuletzt drei Jahre lang tätig war, implantierte er die Spielweise, die er in Salzburg gelernt hatte.

Eine große Umstellung wird es bei der Borussia demnach nicht geben. "Vom Spielstil unterscheidet sich die Mannschaft zu der in Frankfurt nicht großartig. Ich möchte natürlich meine Ideen einbringen, aber nicht so, als dass das was komplett anderes wäre", erklärte Hütter zuletzt in Mönchengladbach.

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Die deutlichsten Unterschiede zwischen Rose und seinem Nachfolger liegen wohl darin, dass die Fohlen in den vergangenen Jahren stets mit einer Viererkette verteidigt haben und in der Offensive mit nur einem Zehner hinter der Sturmspitze aufgelaufen sind.

Hütter bevorzugte dagegen bei der SGE eine Dreierkette in der Abwehr, dafür setzte er auf zwei offensive Mittelfeldspieler. Weil die meisten der bei der Europameisterschaft eingesetzten Gladbacher Stammspieler in ihrem Klub sind, und diese aktuell noch nicht wieder ins Training eingestiegen sind, ist eine Umstrukturierung vorerst nicht möglich.

Für Hütter geht es bis zum Saisonstart am 13. August in erster Linie nun darum, den Angriffsfußball und die Arbeit gegen den Ball zu perfektionieren, bevor ein weiteres System eingeimpft werden kann.

Titelfoto: picture alliance/dpa/Arne Dedert

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