Von "robust" bis "ich liebe dich": So tickt Gladbach-Neuzugang Koné

Harsewinkel-Marienfeld - Kouadio Manu Koné (20) ist bislang der einzige Sommer-Neuzugang bei Borussia Mönchengladbach. TAG24 klärt auf, wie er tickt, was er mag, was er kann.

Fremd im neuen Klub und in einem neuen Land - und dann auch noch verletzt: Kouadio Manu Koné (20) hat sein Lachen trotzdem nicht verloren!
Fremd im neuen Klub und in einem neuen Land - und dann auch noch verletzt: Kouadio Manu Koné (20) hat sein Lachen trotzdem nicht verloren!  © imago/Jan Huebner

Zwar wurde der junge Franzose schon im vergangenen Winter für etwa neun Millionen Euro verpflichtet, doch in der Rückrunde lief Koné weiter für den FC Toulouse auf. Eine direkte Ausleihe machte es möglich.

Bei der Borussia gilt das Arbeitspapier nun bis 2025, aufgrund einer Option kann es sich aber auch bis 2026 verlängern.

Große Pläne hatte der Neuling geschmiedet, doch bereits am vierten Trainingstag verletzte sich "Manu" mittelschwer, zog sich eine Innenbandverletzung im rechte Knie zu. Geschätzte Ausfallzeit: Vier bis sechs Wochen.

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Das Trainingslager in der Klosterpforte verfolgt Koné daher nur von der Tribüne aus - wenn er nicht selbst im Kraftraum tätig ist. "Noch habe ich ein bisschen Schmerzen, aber nächste Woche fange ich wieder mit Laufeinheiten an", sagte der 20-Jährige bei seinem ersten Medientermin.

Doof nur: Während seine Mitspieler derzeit beim neuen Cheftrainer Adi Hütter (51) ihre Eindrücke hinterlassen, kann der Neuzugang nur zugucken.

Koné: "Das ist schon ein bisschen schwierig für mich, aber ich glaube an mich, ich kenne meine Qualitäten. Und wenn ich wieder fit bin, dann kann ich der Mannschaft auch wieder helfen."

Manu Koné möchte sich bei Borussia Mönchengladbach verbessern

Der verletzte Kouadio Manu Koné (20) darf beim Training nur zuschauen. Hier sitzt er neben Athletiktrainer Jonas Rath (41, l.).
Der verletzte Kouadio Manu Koné (20) darf beim Training nur zuschauen. Hier sitzt er neben Athletiktrainer Jonas Rath (41, l.).  © imago/jdp

Sollte Koné irgendwann wieder einsatzbereit sein, so will er - trotz starker Konkurrenz - das Mittelfeld der Fohlen aufmischen.

"Ich weiß, dass das Niveau hier höher ist als in der zweiten französischen Liga, aber ich will mich mit solchen Spielern messen", zeigte sich der Youngster angriffslustig.

Dabei ist ihm egal, ob er als Sechser, Achter oder Zehner auf dem Feld eingesetzt wird: "Ich bin defensiv stark und robust und offensiv sehr dynamisch."

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Mutmachende Statistik: In Toulouse hat Koné in der vergangenen Saison fünf Tore erzielt. Und jedes Mal, wenn er getroffen hat, ist sein Team als Sieger vom Platz gegangen. Der Franzose mit ivorischen Wurzeln meint selbst, dass es noch mehr Tore hätten sein können. Die will er bei Gladbach nachliefern: "Ich habe schon einen guten Schuss, kann mich aber noch steigern."

Verbessern möchte Koné auch seine Deutsch-Kenntnisse! Bislang bringt er nur Standards wie "danke", "guten Morgen" oder "ich liebe dich" über die Lippen. Und das, obwohl er solo ist! Um mal abzuschalten, hört der Mittelfeld-Allrounder gern Musik. Ansonsten dreht sich bei ihm alles nur um den Fußball.

Am Ende will er mal so ein Star zu werden, wie seine Vorbilder Paul Pogba (28) und Tanguy Ndombélé (24) es sind. Nicht von der Persönlichkeit her, aber vom Spielstil. Darauf darf sich nun die Borussia freuen.

Titelfoto: imago/Jan Huebner

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