Chemie-Leipzig-Legende Stötzner im Interview: "Sportlich geht gar nichts mehr"

Leipzig - Gut 30 Jahre war es völlig ruhig um den ehemaligen Tormann der BSG Chemie Leipzig, Siegfried Stötzner (70) geworden. Jetzt konnte der Verein ihn ausfindig machen - und zur Feier seines 70. Geburtstages ein Interview über alte Zeiten mit ihm führen.

Siegfried Stötzner (70) erzählt in einem Interview über seine Zeit bei der BSG Chemie Leipzig und beim Stadtkonkurrenten Lok Leipzig.
Siegfried Stötzner (70) erzählt in einem Interview über seine Zeit bei der BSG Chemie Leipzig und beim Stadtkonkurrenten Lok Leipzig.  © Screenshot: BSG Chemie Leipzig/Youtube

"Was ich gerade mache? Ich bin Rentner. Ich mache nichts weiter, sportlich geht gar nichts mehr." Die Worte von Siegfried Stötzner über seinen aktuellen Zustand wirken nicht traurig, nur ehrlich.

Im Interview, das er seinem alten Verein gegeben hat, spricht der ehemalige Keeper viel über seine alte Zeit in Leutzsch, wo "Siggi" zum Publikumsliebling avancierte.

Derbyspiele blieben für den "Mann mit den Krakenhänden" genauso unvergessen wie das anstrengende Torwarttraining bei der Chemie.

Bis 1977 hielt Stötzner den BSG-Kasten sauber, dann verließ er Chemie Leipzig und wechselte, höchst widerwillig, zu Lok Leipzig: "Die haben gesagt, die sperren mich ein Jahr. Ich kriege ein Jahr Sperre, ich wollte ja weg aus dem Bezirk. Und dadurch bin ich zur Loksche noch rüber. Ich wäre wahrscheinlich weg von der Chemie, aber zur Lok wollte ich ja nicht."

Letztendlich blieb er dann jedoch mehrere Jahre bei Lok Leipzig, machte unter anderem zwei Spiele gegen Arsenal London und stand viermal im Kasten der Olympiaauswahl, bis er vom Verein "regelrecht abgeschossen" wurde.

Letztendlich kann der heute 70-Jährige aber ein positives Fazit über seine Karriere ziehen. Bei Chemie Leipzig hat es ihm aber nach eigener Aussage am Ende am besten gefallen.

Titelfoto: Screenshot: BSG Chemie Leipzig/Youtube

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