Chemie Leipzig im Torrausch! Faßbender schießt Bischofswerda mit Hattrick ab

Leipzig - Die BSG Chemie Leipzig bekommt nicht genug! Mit einem souveränen und ungefährdeten 5:1 (4:0)-Heimsieg gegen Kellerkind Bischofswerdaer FV setzten die Leutzscher ihre Siegesserie in der Regionalliga Nordost eindrucksvoll fort und fuhren mit dem Schützenfest gleichzeitig ihren höchsten Saisonsieg ein.

Das erste Tor seiner drei Hattrick-Tore erzielte Morgan Faßbender (grünes Trikot) nach Vorlage von Florian Kirstein zum 2:0 in der 17. Minute.
Das erste Tor seiner drei Hattrick-Tore erzielte Morgan Faßbender (grünes Trikot) nach Vorlage von Florian Kirstein zum 2:0 in der 17. Minute.  © imago images/Beautiful Sports

Vor coronabedingt nur 1000 Leipziger Zuschauern im Alfred-Kunze-Sportpark machten Burim Halili (14. Minute/1:0) und Morgan Faßbender mit einem lupenreinen Hattrick (17./36./45.) schon in der ersten Halbzeit alles klar. 

Top-Torjäger Stephané Mvibudulu erhöhte bei herrlichstem Herbstwetter am Samstagnachmittag noch zum 5:0 (53.). BFV-Kicker Nick Huenig gelang nur Ergebniskosmetik (5:1/77.). 

Während Bischofswerda nach zwei Siegen zum Saisonstart in den folgenden sieben Spielen nur einen Punkt holte und schnell nach unten durchgereicht wurde, könnte es für Chemie nach zwei Dreiern in der Liga (2:0 gegen den FSV Luckenwalde & 2:0 beim VfB Auerbach) und dem Sachsenpokal-Erfolg beim Reichenbacher FV (4:0) nicht besser laufen. 

Abgesehen vom souveränen Spitzenreiter Viktoria 1889 Berlin (11 Siege in 11 Spielen) wirbeln vor allem die Leutzscher aktuell überraschend durch die Regionalliga Nordost, haben nach dem FC Carl Zeiss Jena die zweitbeste Abwehr. 

BSG-Coach Miroslav Jagatic brachte im Vergleich zum Auerbach-Sieg nur Benjamin Schmidt für Björn Nikolajewski (Leistenzerrung). 

Gäste-Trainer Erik Schmidt verzichtete (teilweise gezwungenermaßen) nach dem 0:2 beim FSV Luckenwalde auf vier Spieler: Neben den gesperrten Deniss Stradins (Rot), Pavel Carmak und Dino Samuel Kurbegovic (beide Gelb), nahm Nicholas Prasad auf der Bank Platz, dafür kamen Patrik Kavalier, Leon Ben Hahn, Paul Fromm und Justin Jacob neu rein.

Die Mannschaftsaufstellungen der Regionalliga-Partie BSG Chemie Leipzig gegen den Bischofswerdaer FV

Morgan Faßbender mit Hattrick für die BSG Chemie Leipzig

Morgan Faßbender (l.) wird nach dem 3:0 von Stephané Mvibudulu, Lucas Surek und Florian Kirstein (v.l.n.r.) gefeiert.
Morgan Faßbender (l.) wird nach dem 3:0 von Stephané Mvibudulu, Lucas Surek und Florian Kirstein (v.l.n.r.) gefeiert.  © imago images/Beautiful Sports

Nach den ersten beiden Torannäherungen durch Chemies Florian Kirstein (6.) und Bischofswerdas Kavalir (7.) ging der Torreigen für die Hausherren los. 

Chemie wurde immer spielbestimmender und sollte sich nach einer knappen Viertelstunde auch erstmals belohnen. Burim Halili köpfte nach einer Ecke zum 1:0 (14.).

Schon kurz darauf erhöhten die Leutzscher: Kirstein mit einem Solo-Lauf Richtung gegnerisches Gehäuse, uneigennützig legte der Angreifer aber quer zu Morgan Faßbender, der Lukas Kycek keine Chance ließ und aus spitzem Winkel einschieben konnte - 2:0 (17.).

Doch das sollte längst noch nicht alles sein! Keine 20 Minuten nach seiner ersten Bude erhöhte Faßbender erneut als Vollstrecker, diesmal nach Vorlage von Lucas Surek schon auf 3:0 (36.).

Noch bevor es in die Kabinen ging, setzte Faßbender vom Punkt noch einen drauf. Vorausgegangen war ein Foul im Strafraum an Alexander Bury, Faßbender verwandelte easy - 4:0 (45.). 

Top-Torjäger Stephané Mvibudulu darf gegen Bischofswerda auch noch - Ehrentreffer durch Nick Huenig

Für Trainer Erik Schmidt und den Bischofswerda FV gab es bei Chemie Leipzig nichts zu holen. (Archivbild)
Für Trainer Erik Schmidt und den Bischofswerda FV gab es bei Chemie Leipzig nichts zu holen. (Archivbild)  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

Die Gastgeber blieben auch mit der hohen Führung im Rücken die agilere Mannschaft und ließen hinten nichts zu. 

Dafür ging nach vorn noch jede Menge: Mvibudulu schraubte das Ergebnis mit seinem sechsten Ligatreffer in der 53. Minute gar noch auf 5:0 in die Höhe. 

Auch Kirstein wollte sich noch in die Torschützenliste des Tages eintragen, scheiterte aber unter anderem mit einem Fehlschuss in der 64. Minute.

Nick Huenig konnte für die Gäste immerhin noch den (wirkungslosen) Ehrentreffer aus kurzer Distanz markieren - 5:1 (77.). Mehr passierte nicht. 

Chemie schob sich durch den dritten Ligadreier hintereinander vorerst an Jena vorbei auf Rang drei, der BFV ist nach der hohen Pleite jetzt Letzter. 

Jetzt steht eine Englische Woche auf dem Plan. Am Mittwoch 19 Uhr reist Chemie zu Germania Halberstadt. Zeitgleich empfängt Bischofswerda den Absteiger Chemnitzer FC

Titelfoto: imago images/Beautiful Sports

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