Chemie Leipzig holt Rückstand auf, erreicht aber nur Remis gegen Kellerkind

Leipzig - Rückstand aufgeholt, Sieg verpasst! Die BSG Chemie Leipzig hat am 11. Spieltag der Regionalliga Nordost die dritte Pleite in Folge verhindert und immerhin noch ein 1:1 (0:1) gegen den FSV Optik Rathenow geholt.

Schon nach zehn Minuten konnten die Gäste des FSV Optik Rathenow über die Führung bei der BSG Chemie Leipzig jubeln.
Schon nach zehn Minuten konnten die Gäste des FSV Optik Rathenow über die Führung bei der BSG Chemie Leipzig jubeln.  © BSG Chemie Leipzig/Moritz Heidenblut

Im Alfred-Kunze-Sportpark traf Abdullah Dzafo in der 10. Minute zum 1:0 für die Gäste. Florian Brügmann glich für die BSG aus (1:1/68.).

Chemie-Coach Miroslav Jagatic wechselte nach dem jüngsten 0:2 beim BFC Dynamo auf zwei Positionen: Manuel Wajer und Benjamin Schmidt kamen für Florian Brügmann und Anton Kanther (beide Bank).

Rathenows Ingo Kahlisch hingegen nahm in seiner Startelf keine Veränderungen im Vergleich zum 2:2 gegen Hertha BSC II vor.

BSG Chemie Leipzig vertendelt Sieg gegen BFC Dynamo in der Schlussphase
BSG Chemie Leipzig BSG Chemie Leipzig vertendelt Sieg gegen BFC Dynamo in der Schlussphase

Die Chemiker, die mit Platz sieben zwar gut gestartet waren, zuletzt aber zweimal verloren, wollten am Samstagnachmittag den zweiten Heimsieg der Saison einfahren.

Sie waren kurz nach Spielbeginn auch schon auf einem guten Weg dorthin, nach einem Patzer von Optik-Torhüter Lucas Hiemann verpasste es Florian Kirstein aber, die Führung zu erzielen (2.).

Das Quäntchen mehr Glück hatten dafür die Brandenburger, die nach zehn Minuten plötzlich in Front lagen: Einen langen Ball nach vorn entschärfte Benjamin Bellot zwar, beim Abstauberkopfball von Dzafo hatte er aber keine Chance - 0:1 (10.). Das Kellerkind (ebenfalls nur ein Punkt aus den letzten drei Partien) lag vorn.

Chemies Ben Keßler (r.) im Zweikampf gegen Stürmer Lucas Will.
Chemies Ben Keßler (r.) im Zweikampf gegen Stürmer Lucas Will.  © BSG Chemie Leipzig/Moritz Heidenblut

Aufstellungen des Regionalliga-Nordost-Duells BSG Chemie Leipzig gegen den FSV Optik Rathenow

Ruppige zweite Halbzeit - Florian Brügmann gelingt der Ausgleich für Chemie Leipzig

Florian Brügmann in der Spielertraube nach seinem Ausgleichstreffer.
Florian Brügmann in der Spielertraube nach seinem Ausgleichstreffer.  © BSG Chemie Leipzig/Moritz Heidenblut

In der Folge war es vor allem Jonathan Muiomo, der Bellots Kasten immer wieder unter Beschuss stellte: Er schoss nach Flanke in den Strafraum drüber (16.), nach Steilpass daneben (20.) und nach Kopfballverlängerung ebenfalls vorbei (32.).

Die BSG kam vor dem Seitenwechsel nochmal zu zwei großen Chancen. Nach Ecke parierte Hiemann aber gegen Schmidt, Florian Kirstein versenkte ihn im zweiten Anlauf auch nicht (41.).

Mit ordentlich Schwung, der aber auch nötig war, kamen die Hausherren aus der Kabine. Wajer passte in die Spitze auf Denis Jäpel, dessen Abschluss von Halblinks aber zur Ecke geklärt wurde (46.).

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Es war generell mehr los, die Jagatic-Elf drängte spürbar auf den Ausgleich - und packte ihn! Per Kopf wurde ein Freistoß verlängert, der wenige Minuten zuvor eingewechselte Brügmann schob freistehend vor Hiemann zum 1:1 ein (68.).

Joker Benjamin Luis vergab kurz vor Schluss die Großchance zum 2:1 für die BSG, scheiterte mit seinem Kopfball aus nächster Nähe am Keeper (85.). Es blieb beim 1:1, durch das die Leipziger mit nun 15 Punkten auf Platz acht abrutschten, Rathenow schob sich mit acht Zählern um zwei Ränge auf die 15.

Chemie bekommt es nächsten Samstag (25. September, 14.05 Uhr/MDR) auswärts mit dem FC Carl Zeiss Jena zu tun. Schon um 13 Uhr ist Optik daheim gegen den FSV Luckenwalde gefordert.

Titelfoto: BSG Chemie Leipzig/Moritz Heidenblut

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