Irre Aufholjagd, doch Chemie Leipzig kassiert beim Spitzenreiter nächste Pleite

Berlin - (Leider) keine Überraschung am 8. Spieltag der Regionalliga Nordost! Die BSG Chemie Leipzig konnte in einer flotten Begegnung den verlustpunktfreien FC Viktoria 1889 Berlin zwar ordentlich ärgern, zog mit 2:3 (0:1) am Ende aber den Kürzeren.

Trainer Miroslav Jagatic hat mit Chemie Leipzig bei Viktoria Berlin die zweite Niederlage hintereinander kassiert. (Archivbild)
Trainer Miroslav Jagatic hat mit Chemie Leipzig bei Viktoria Berlin die zweite Niederlage hintereinander kassiert. (Archivbild)  © Picture Point/Roger Petzsche

Das Tor zur 1:0-Halbzeitführung für die Himmelblauen erzielte Patrick Kapp in der 32. Minute. Im zweiten Durchgang schraubten Kimmo Hovi (63./Handelfmeter) und Enes Küc (80.) das Ergebnis vor 543 Zuschauern im Stadion Lichterfelde nach oben. Lucas Surek gelang das 1:3 (89.), Benjamin Luis schoss sogar noch das 2:3 (90.+1).

In den letzten drei Jahren mit Platz 8, 11 und 13 nur Mittelmaß, überrascht die himmelblaue Viktoria in der Saison 2020/21 derzeit jeden. Alle sieben Ligaspiele konnten gewonnen werden, unter anderem gegen die Aufstiegsanwärter Chemnitzer FC, Energie Cottbus und VSG Altglienicke (jeweils 2:1). 

Bemerkenswert war auch der Saisonstart der Gäste aus Leipzig-Leutzsch, die erst vergangenen Mittwoch gegen Drittliga-Absteiger FC Carl Zeiss Jena die erste Pleite einstecken mussten (0:2, TAG24 berichtete). 

Im Südwesten der Bundeshauptstadt hatte der Gastgaber im strömenden Dauerregen die erste Chance: Beim unplatzierten Schuss von Kimmo Hovi aus der Drehung packte Benjamin Bellot aber sicher zu (7.). 

Danach kamen aber auch die Grün-Weißen in den Flow: Erst zog Andy Wendschuch aus der zweiten Reihe ab (10.), danach hatte Tomas Petracek die beste Chemie-Gelegenheit im ersten Durchgang, scheiterte mit seinem laschen Schuss aber an Keeper Philip Sprint (12.). 

Nachdem Chemies Lukas Surek in der 30. Minute ebenfalls die Führung verpasste, machte es der Tabellenführer besser: Nach einem hohen Freistoß von links in den Strafraum wurde der Ball vors Tor geköpft, wo Patrick Kapp die Kugel im zweiten Versuch über die Linie stocherte - 0:1 aus Sicht der Leipziger (32.). 

Björn Nikolajewskis Flachschuss fünf Minuten vor der Halbzeit streifte am Kasten vorbei und beendete den ersten Durchgang. 

Chemies Burim Halili (r.) am Ball.
Chemies Burim Halili (r.) am Ball.  © BSG Chemie Leipzig/Christian Donner

Die Aufstellungen der Begegnung FC Viktoria 1889 Berlin gegen die BSG Chemie Leipzig

BSG kämpft um einen Punkt, doch Handelfmeter bringt die Entscheidung

Auch Kapitän Stefan Karau (M.) konnte die Niederlage nicht verhindern.
Auch Kapitän Stefan Karau (M.) konnte die Niederlage nicht verhindern.  © BSG Chemie Leipzig/Christian Donner

Das Wetter wurde nach dem Seitenwechsel nicht besser, das Spiel deshalb aber nicht schlechter.

Kapitän Stefan Karau hatte zwei Minuten nach Wiederbeginn gleich mal den Ausgleich auf dem Kopf, vergab aber (47.).

In einer kleinen Druckphase der Leutzscher folgte Chemies Genickbruch: Bei einem Konter bekam ein Leipziger im Strafraum den Ball an die Hand - Elfmeter! Hovi trat an, Bellot sprang in die richtige linke Ecke, konnte den Schuss aber nicht parieren - 0:2 (64.). 

Viktoria machte den Sack in der 80. Minute (vermeintlich) zu, Joker Enes Küc schob nach toller Kombination zum 3:0 für die Hausherren ein. 

Lucas Surek (89.) und Benjamin Luis (90.+1) sorgten noch für zwei späte BSG-Tore, es blieb aber beim knappen 2:3. 

Chemie (12 Punkte) rutschte auf Platz sechs ab, Viktoria (24) festige die Spitzenposition nach dem achten Sieg im achten Spiel vor der VSG Altglienicke (16), die am Sonntag bei Union Fürstenwalde antritt. 

Die Spiel-Zusammenfassung im Video:

Die beiden Konkurrenten sind zeitgleich nächsten Samstag wieder gefordert: Chemie hat daheim Aufsteiger FSV Luckenwalde zu Gast, Viktoria genießt gegen den VfB Auerbach noch einmal Heimrecht. Anstoß ist jeweils 13.30 Uhr.

Titelfoto: BSG Chemie Leipzig/Christian Donner

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