Erster Rückschlag! Chemie Leipzig verliert Topspiel gegen Jena

Leipzig - Das Topspiel des 7. Spieltags in der Regionalliga Nordost geht an den favorisierten Drittliga-Absteiger! Der FC Carl Zeiss Jena hat das umkämpfte und ausgeglichene Match am Mittwoch bei der drittplatzierten BSG Chemie Leipzig mit 2:0 (1:0) gewonnen und sich mit dem dritten Sieg hintereinander endgültig ins Aufstiegsrennen eingemischt. 

Pasqual Verkamp traf in der 17. Minute zum 1:0 für den FC Carl Zeiss Jena.
Pasqual Verkamp traf in der 17. Minute zum 1:0 für den FC Carl Zeiss Jena.  © picture point/Sven Sonntag

Vor knapp 2300 Zuschauern im Leipziger Alfred-Kunze-Sportpark traf Pasqual Verkamp in der 17. Minute zum 1:0 für die Thüringer, Can Düzel erzielte aufs leere Tor das 2:0 (90.+3).

Mehr als 15 Jahre ist es her, dass diese beiden Traditionsmannschaften letztmals gegeneinander spielten. Diesmal trafen sie sich in der viertklassigen Regionalliga wieder, aus der Jena schnellstmöglich wieder raus will. 

Chemie nach sechs Spieltagen noch immer ungeschlagen, am vergangenen Freitag gelang beim ZFC Meuselwitz (4:1) der höchste Saisonsieg (TAG24 berichtete). Doch Obacht vor den Thüringern, denen am Samstag ebenfalls ein Knaller beim Berliner AK (5:1) gelang!

Bei der BSG gab es im Vergleich zum Dreier in Meuselwitz eine Veränderung: Tomas Petracek begann im Sturm für Max Keßler. Jena-Coach Dirk Kunert brachte zudem Felix Müller für den erkrankten Dennis Slamar. 

Die erste Torannäherung der Hausherren gab es in der 5. Minute: Stephané Mvibudulu köpfte nach Flanke aus dem linken Halbfeld aber über den Kasten von Lukas Sedlak. 

BSG Chemie Leipzig gegen FC Carl Zeiss Jena: FCC trifft, Chemie verpasst den Ausgleich

Stephané Mvibudulu (M.) hatte mehrere gute Gelegenheiten zu einem Tor in Durchgang eins.
Stephané Mvibudulu (M.) hatte mehrere gute Gelegenheiten zu einem Tor in Durchgang eins.  © Picture Point/Roger Petzsche

Nach einer Viertelstunde folgte eine strittige Elfmetersituation unter Beteiligung von Pasqual Verkamp, der sich den Ball im Strafraum vorlegte und zu Boden fiel, doch Schiedsrichter Tobias Hagemann (27) ließ weiterlaufen.

In einer absolut ausgeglichenen Partie gelang den Gästen die Führung: Verkamp wurde freigespielt, kam vor Chemie-Keeper Benjamin Bellot an den Ball und traf - 0:1 (17.).

Petracek gelang fast die direkte Antwort, aber Sedlak wehrte ab (19.). Auch Alexander Bury hatte in der 23. Minute die Chance aufs 1:1, schoss aber daneben.

Die Grün-Weißen wurden etwas nachlässiger, kurz vor der Halbzeit drehten sie aber noch mal auf: Erst lief Topscorer Mvibudulu zentral auf Sedlak zu, der aber stark gegen den halbhohen Schuss parieren konnte, Stefan Karau jagte den Ball im Nachschuss drüber (42.).

In der 44. Minute hatte das Sturmduo Mvibudulu/Petracak noch eine Doppelchance, doch es blieb zur Halbzeit beim 0:1 aus Leutzscher Sicht. 

Mvibudulu nutzt Mega-Chance nicht, Jenas Düzel macht den Sack zu

Das dickste Ding für Chemie: Mvibudulu (grünes Trikot) vollbrachte das Kunststück, Keeper Lukas Sedlak (r.) aus kürzester Distanz anzuschießen.
Das dickste Ding für Chemie: Mvibudulu (grünes Trikot) vollbrachte das Kunststück, Keeper Lukas Sedlak (r.) aus kürzester Distanz anzuschießen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Coach Miroslav Jagatic wechselte bei seiner BSG zum zweiten Durchgang zweifach: Andy Wendschuch und Benjamin Schmidt blieben in der Kabine, Benjamin Boltze und Morgan Faßbender kamen neu rein.

Die erste Gelegenheit gehörte zunächst Jena: Nach einem Foul am flinken Torschützen Verkamp trat René Lange zum Freistoß aus 18 Metern an, setzte seinen Versuch aber über die Querlatte (50.).

Kurz darauf wieder die Sachsen: Der eingewechselte Faßbender mit einem tollen Lauf auf dem rechten Flügel und einer präzisen, flachen Hereingabe vor den Kasten. Dort stand Mvibudulu zwar (eigentlich) goldrichtig, doch Sedlak konnte mit viel, viel Glück die 1000-prozentige Chance abwehren (54.). 

Dann aber mal wieder Jena, die nur noch selten vor den gegnerischen Kasten kamen: Nach einem langen Zuspiel aus dem Mittelfeld legte sich Maximilian Oesterhelweg den Ball auf den rechten Fuß, seinen Schlenzer ließ Bellot aber nicht durch (60). 

Vom letztjährigen Letzten der 3. Liga kam in der Folge nichts mehr, die BSG war drauf und dran, mit Kampfgeist und Willen das mittlerweile verdiente 1:1 zu erzielen. Es sollte auch dem Joker Kirstein (90.+3) nicht mehr gelingen. Im Gegenteil: Jenas Can Düzel traf aufs leere Tor noch zum 2:0 für die Gäste - das Ende.

Alle Tore des Topspiels im Video:

Chemie hat nach dem ersten Rückschlag der Saison jetzt den (bisher) größten Brocken vor der Brust, denn am Samstag (13.30 Uhr) geht's zu Spitzenreiter Viktoria Berlin. Jena trifft zeitgleich daheim auf Aufsteiger FSV Luckenwalde. 

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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