Tränen in Leutzsch! Chemie-Rekordler Heinze beendet seine Karriere

Leipzig - Diese Nachricht kommt überraschend! Chemie Leipzigs Urgestein Daniel Heinze (32) wird seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern und den Regionalligisten im Sommer verlassen. 

Nach zwölf Jahren im Leutzscher Holz verlässt Daniel Heinze (32) Chemie Leipzig im Sommer.
Nach zwölf Jahren im Leutzscher Holz verlässt Daniel Heinze (32) Chemie Leipzig im Sommer.  © Picture Point/Gabor Krieg

Der mit 280 Partien für die BSG Chemie und Vorgänger FC Sachsen aktive Rekordspieler des Vereins will Platz für den Nachwuchs machen. Das teilte er den Verantwortlichen und seinen Mannschaftskameraden am Dienstag mit.

"Mir fällt die Entscheidung wahnsinnig schwer. Aber es geht um Chemie Leipzig, nicht um Daniel Heinze. Chemie kann sich nur weiterentwickeln, wenn junge, talentierte Spieler aufgebaut werden können - und das geht nur über Spielpraxis", so der 32-Jährige.

Schon mit 16 Jahren kam Daniel Heinze vom VfL Halle zu Sachsen Leipzig, kämpfte sich über B- und A-Jugend in die Profimannschaft. 

Nach einem vierjährigen Abstecher zur Zweitvertretung des Stadtrivalen RB kam der verlorene Sohn 2015 zurück ins Leutzscher Holz und blieb dem Klub seitdem treu.

Fünf Jahre später soll Schluss sein. Sportdirektor Andy Müller-Papra (38) habe Respekt für Heinzes Entscheidung - auch wenn sie für ihn besonders überraschend kommt. "Daniel und ich haben uns vor Ostern über eine Vertragsverlängerung abgestimmt. Wir haben Daniel vermittelt, dass wir gerne mit ihm weitermachen wollen, da er immer einer ist, der Verantwortung auf dem Platz übernimmt und sich für Chemie zerreißt."

Jetzt ist klar: Der offensive Mittelfeldspieler lehnte das Angebot ab. Müller-Papra: "Ich selbst durfte ja noch mit Daniel in einer Mannschaft spielen, weiß daher, wie schwer ihm dieser Schritt fällt. Es ist ein herber Verlust für uns. Ich wünsche Daniel alles Gute für die Zeit nach dem Fußball und bin mir dabei sicher, dass wir uns im AKS wieder begegnen."

Der Regionalliga-Zwölfte sei "einerseits traurig über diese Entscheidung, aber verneigen uns andererseits auch voller Stolz vor unserer Nummer 10. Daniel, vielen, vielen Dank für alles!"

Ob und in welcher Form Heinze noch eine Partie für die BSG absolvieren wird, ist aufgrund der Corona-Krise unklar. "Ich hoffe schon noch auf ein Spiel."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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