Startschuss für die vierte Liga steht: Leipziger Vereine mit gemischten Gefühlen

Leipzig - In naher Zukunft rollt der Ball in der Regionalliga Nordost wieder! Am 15./16. August, also in knapp fünf Wochen, soll der Startschuss für die ersten Begegnungen fallen.

Großer Chemie-Jubel beim letzten Aufeinandertreffen: Die Leipziger entschieden das Stadtderby gegen Lok im Oktober mit 2:0 für sich.
Großer Chemie-Jubel beim letzten Aufeinandertreffen: Die Leipziger entschieden das Stadtderby gegen Lok im Oktober mit 2:0 für sich.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das beschloss der NOFV nach Abstimmung durch alle 20 beteiligten Vereine. Erfreulich zudem für die Fans: Ab September sollen wieder Zuschauer in die Stadien dürfen, was für die Mannschaften selbst natürlich überlebenswichtig sein wird.

Dass es so bald schon wieder losgehen kann, sorgt bei den Leipziger Klubs allerdings für gemischte Gefühle. 

In einem Facebook-Post von Chemie zeigte sich Vorstandsvorsitzender Frank Kühne erfreut: 

"Wir arbeiten jetzt akribisch an einem Hygienekonzept. Der Starttermin passt uns gut, da wir unsere Vorbereitungsplanung auch darauf ausgerichtet hatten. Es ist gut, dass wir wieder Fußball spielen können – und natürlich wollen wir das, unter Beachtung der Hygienevorschriften, am Liebsten vor möglichst vielen Fans machen. Man darf da auch nicht von 5000 als Maximum ausgehen. Die Kapazität bei uns sind ja eigentlich 18.000 – vielleicht ist das ein kleiner Vorteil."

Um schnell wieder in den Fußballrhythmus zu kommen, bestreitet Chemie Leipzig am 19. Juli ein weiteres Testspiel gegen die SG Taucha 99.

Bei Lok Leipzig trifft die frühe Ligaansetzung nach dem verpassten Sprung in die höhere Klasse allerdings auf Unmut. Lok-Chef Thomas Löwe gegenüber der "Bild": "Ich kann den frühen Saisonstart nicht nachvollziehen. Zumal ab September wieder Zuschauer dabei sein dürfen. Ich bin auf die Begründung der Vereine gegenüber ihren Fans gespannt, warum man für diesen Unsinn gestimmt hat."

Diese Aussage hängt sicherlich auch mit der Vorbereitung zusammen: Während Chemie bereits seit gut einer Woche im Training ist, steigt Lok mit neuem Trainer und womöglich relativ neuer Mannschaft erst am kommenden Mittwoch ein. 

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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