Angstgegner schockt CFC-Coach Glöckner: "War ein gebrauchter Abend"

Chemnitz - Heimnimbus futsch. Sprung ins Mittelfeld verpasst. Weiter Abstiegskampf und zwei schwere Brocken vor der Brust: "Angstgegner" Großaspach hat den CFC am späten Mittwochabend kräftig geschockt!

Patrick Glöckner war nicht glücklich mit dem, was er gegen Großaspach sah.
Patrick Glöckner war nicht glücklich mit dem, was er gegen Großaspach sah.  © Picture Point/Gabor Krieg

McKinze Gaines sorgte mit seinem Tor kurz nach Wiederanpfiff für den Auswärtssieg des Vorletzten. Es bleibt dabei: Chemnitz kann gegen den Dorfklub einfach nicht gewinnen.

Es war die vierte Niederlage am Stück, die siebente im zehnten Aufeinandertreffen (bei drei Unentschieden). "Das war ein gebrauchter Abend", gestand Trainer Patrick Glöckner. Auf sieben Punkte hätte sein Team den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz anwachsen lassen können. Es blieb bei vier, weil - und das war das einzig Gute an diesem 29. Spieltag - drei Teams hinter dem CFC ebenfalls leer ausgingen.

Für die erste Überraschung sorgten die Gäste bereits vor dem Anpfiff. Zehn neue Spieler brachte Trainerfuchs Hans-Jürgen Boysen im Vergleich zur vorherigen Partie. "Wenn es kein anderer tut, fange ich damit an, meine Spieler zu schützen. Nach so kurzer Zeit so viele englische Wochen anzusetzen, ist unverantwortlich", erklärte Boysen.

"Für uns war es durch diese Vielzahl an Umstellungen schwer, im Vorfeld herauszufinden, was sie vor hatten", sagte Glöckner.

Als Ausrede oder Alibi wollte er das nicht gelten lassen: "Wir hätten im Spiel bessere Lösungen finden und unsere Zweikämpfe aggressiver führen müssen."Zur mangelhaften Zweikampfführung gesellten sich ungewohnt viele technische Fehler. In der Offensive fehlten Tempo und Präzision. Die rustikal zur Sache gehenden Defensivspieler der SG Sonnenhof hatten leichtes Spiel. Zudem blieben die Gäste bei ihren Kontern stets gefährlich.

Auch CFC-Sturmtank Tarsis Bonga (M.) konnte sich nie richtig gegen die Gästedefensive durchsetzen.
Auch CFC-Sturmtank Tarsis Bonga (M.) konnte sich nie richtig gegen die Gästedefensive durchsetzen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Es war die erste Heimniederlage unter CFC-Coach Glöckner

Torgefahr strahlte der CFC nicht aus. Erik Tallig musste auf Grund eines Magen-Darm-Infekts kurzfristig passen. Für ihn rückte Philipp Hosiner in die Startelf. Von dem Top-Torjäger konnte man nach 14-tägiger häuslicher Quarantäne und zweimal Mannschaftstraining wahrlich keine Wunderdinge erwarten.

So stand am Ende die erste Heimniederlage unter Glöckner. Zuletzt hatte der CFC am 30. August verloren - 0:1 gegen 1860 München.

Die beiden Teams aus dem tiefen Keller der Tabelle hat der CFC weg. In Duisburg und am Mittwoch gegen Ingolstadt warten jetzt zwei Zweitliga-Absteiger, die auf direktem Weg wieder hoch wollen.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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