Bei CFC-Verteidiger Köhler geht es nach Entzündung langsam aufwärts

Chemnitz - Nach Monaten der Leidenszeit sieht Nils Köhler (28) Licht am Ende des Tunnels. "Seit gut einer Woche bin ich wieder in Chemnitz und bei Admedia in der Reha. Dort bin ich in guten Händen", verrät der Linksverteidiger des Chemnitzer FC.

CFC-Trainer Daniel Berlinski (35) hatte als aktiver Spieler ebenfalls eine Schambeinentzündung - mit fatalen Folgen.
CFC-Trainer Daniel Berlinski (35) hatte als aktiver Spieler ebenfalls eine Schambeinentzündung - mit fatalen Folgen.  © Picture Point / Gabor Krieg

Köhler konnte in dieser Saison nur fünf Spiele in der Regionalliga und im Landespokal bestreiten. Die Sommer-Vorbereitung verpasste er wegen Problemen an der Achillessehne. Ende September, beim 1:1 gegen den BFC Dynamo, stand er erstmals wieder auf dem Platz. Mit dem 2:1-Sieg in Rathenow verabschiedete sich Köhler Mitte Oktober von der Fußballbühne.

"Ich habe die Schmerzen immer erst nach der Belastung gemerkt", erklärt der 28-Jährige, der sich bei verschiedenen Spezialisten vorstellte und letztlich die Diagnose Schambeinentzündung erhielt.

"Die kann nach einigen Wochen, aber auch erst nach Monaten ausgeheilt sein. Ein Teamkollege aus meiner Zeit beim SV Lippstadt musste sieben Monate pausieren. Das wäre der Worst Case", betont Köhler.

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Bei ihm sind es aktuell drei Monate. "Zurzeit geht es mir ganz gut. Im Alltag merke ich die Entzündung glücklicherweise nicht. Natürlich wäre ich jetzt gern mit den Jungs auf dem Platz", meint Köhler, der von seinem schwersten Jahr als Fußballer spricht:

"Ich bin immer von schwereren Verletzungen verschont geblieben, und dann kommt so ein Seuchenjahr. Meine Freundin Sophie, mein Bruder Sven, meine gesamte Familie haben mir in den vergangenen Wochen viel Halt und Unterstützung gegeben. Mit Trainer Daniel Berlinski habe ich mich einige Male ausgetauscht."

Nils Köhler (28) spielte Mitte Oktober letztmals gegen Rathenow. Seither fehlt er aufgrund einer Schambeinentzündung.
Nils Köhler (28) spielte Mitte Oktober letztmals gegen Rathenow. Seither fehlt er aufgrund einer Schambeinentzündung.  © Picture Point/Gabor Krieg

Der Chefcoach der Himmelblauen hatte als aktiver Spieler ebenfalls eine Schambeinentzündung. Köhler: "Er hat damals einfach weitergespielt und musste seine Laufbahn später beenden. Daniel hat mir viele Ratschläge gegeben." Einer hieß: Geduld. Die wird Köhler brauchen. Wann er wieder fit ist und spielen kann, steht in den Sternen. "Es wäre schön, wenn ich in der Rückrunde noch zu ein paar Einsätzen komme", hofft er.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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