"Bisschen zu grün!": CFC-Kicker Bickel ärgern die vielen Gegentore

Chemnitz - "Defensiv zählen wir zu den Top-Mannschaften der Liga", hatte CFC-Trainer Daniel Berlinski (35) vor dem Prestigeduell mit dem 1. FC Lok Leipzig bemerkt. Leider war davon am Mittwochabend nicht viel zu sehen!

Christian Bickel (30) ärgert sich über die vielen Gegentore im Spiel gegen Lok Leipzig.
Christian Bickel (30) ärgert sich über die vielen Gegentore im Spiel gegen Lok Leipzig.  © picture point/Sven Sonntag

Zu einfach ließen sich die Himmelblauen bei der 2:3-Heimpleite gegen die Messestädter die Gegentore einschenken. Einige gefährliche Bälle fischte Torhüter Jakub Jakubov (32) weg.

Die größte Parade des Tschechen sahen die 3265 Zuschauer in der 54. Minute, als der Keeper gegen Djamal Ziane (29) das 0:3 verhinderte. "Fällt da das Tor, gehen für Chemnitz die Lichter aus", meinte Lok-Coach Almedin Civa (49).

Eine Stunde lang hatte seine Mannschaft alles im Griff. Über zwei Standards kamen die Chemnitzer zurück. Erst köpfte Kilian Pagliuca (25) ein (65.). Zehn Minuten später besorgte Okan Kurt (26) mit einem Klassetor den Ausgleich.

Benjika Caciel meldet sich nach Strafe zurück beim CFC
Chemnitzer FC Benjika Caciel meldet sich nach Strafe zurück beim CFC

Es ehrte die Berlinski-Elf, dass sie danach auf das dritte Tor ging. Dabei vernachlässigte sie allerdings sträflich die Abwehrarbeit. Berlinski: "In dieser Phase waren wir spielbestimmend, dominant, aber leider auch etwas zu euphorisch. Die Restabsicherung hat nicht gestimmt."

Christian Bickel (30), der Mann für die ruhenden Bälle, drückte es drastischer aus: "Vielleicht sind wir noch bisschen zu grün. Das schnelle 2:3 war ärgerlich."

Die Leipziger feierten den fünften Sieg in Folge wie eine Meisterschaft. Trainer Civa rannte nach dem Abpfiff übers halbe Spielfeld, fiel seinen Spielern um den Hals und erklärte später auf der Pressekonferenz: "Chemnitz hat eine starke Mannschaft mit sehr viel Qualität."

Okan Kurt (26, 3.v.l.) gelang das zwischenzeitliche 2:2. Doch der konnte nur wenige Sekunden auf einen Punkt gegen Lok Leipzig hoffen, denn die Gäste schlugen postwendend zurück.
Okan Kurt (26, 3.v.l.) gelang das zwischenzeitliche 2:2. Doch der konnte nur wenige Sekunden auf einen Punkt gegen Lok Leipzig hoffen, denn die Gäste schlugen postwendend zurück.  © Picture Point/Gabor Krieg

In der Tabelle spiegelt sich das leider nicht wider. Lok liegt als Dritter bereits zehn Punkte vor dem CFC, der am Sonnabend beim Kellerkind in Rathenow zu Gast ist.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg, Picture Point/Sven Sonntag

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