CFC-Abwehrmann Robert Zickert über die 4. Liga "Es gibt Keine Laufkundschaft mehr!"

Chemnitz - "Es ist Licht am Ende des Tunnels", sagt Robert Zickert. Nach fünf Jahren verließ der Abwehrmann im Sommer den 1. FC Lok Leipzig und wechselte zum Chemnitzer FC.

Testspiel des CFC am 1. August gegen die SpVgg Bayreuth: Robert Zickert liegt mit einer Knieverletzung am Boden. Die Diagnose später ist hart: Meniskus- und Innenbandriss.
Testspiel des CFC am 1. August gegen die SpVgg Bayreuth: Robert Zickert liegt mit einer Knieverletzung am Boden. Die Diagnose später ist hart: Meniskus- und Innenbandriss.  © Picture Point/Gabor Krieg

Ein Pflichtspiel hat er für die Himmelblauen bis heute nicht bestritten. Im Test gegen Bayreuth zog sich Zickert eine schwere Knieverletzung (Meniskus- und Innenbandriss) zu.

Aktuell kämpft er in der Reha. "Das ist kein Zuckerschlecken. Ich war in den vergangenen 18 Jahren nie ernsthaft verletzt, habe immer mit der Mannschaft trainieren können. Jetzt beschäftige ich mich täglich drei Stunden allein", erzählt Zickert.

Der ehemalige Lok-Kapitän war als Stammkraft für die Defensive eingeplant. Er fehlt seit seiner Verletzung nicht nur auf, sondern als Wortführer auch neben dem Platz.

Vielleicht hinken die Chemnitzer deshalb den Erwartungen hinterher. Zickert kann die sportliche Situation nur aus der Ferne beurteilen. Er macht die Reha in Leipzig, ist bei den Heim- und Auswärtsspielen des CFC aber meistens live dabei.

"Ich kenne die Regionalliga sehr gut. Sie hat sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt. Da gibt es schon lange keine Laufkundschaft mehr", sagt der 30-Jährige: "Selbst die Vereine, die auf Amateurbasis trainieren, haben sehr gute Spieler in ihren Reihen. Gegen Teams wie den CFC sind alle besonders motiviert. Das macht die Aufgabe für uns sehr schwierig."

CFC-Spieler Robert Zickert: "Geplant ist, dass ich Anfang November zur Mannschaft stoße"

Robert Zickert, hier noch auf Krücken, hat die inzwischen abgelegt und arbeitet fleißig an seinem Comeback.
Robert Zickert, hier noch auf Krücken, hat die inzwischen abgelegt und arbeitet fleißig an seinem Comeback.  © Picture Point/Roger Petzsche

Dass der Drittliga-Absteiger wie 2018/19 durch die 4. Liga spaziert, habe er ohnehin nicht erwartet: "Der CFC ist abgestiegen, drei Wochen später begann die Saisonvorbereitung. Die Mannschaft war noch nicht komplett, der Trainer kam am ersten Tag", zählt er einige Gründe auf.

Die Saison abschenken wird keiner, ist sich Zickert sicher: "Trainer und Spieler nehmen die Situation so an, wie sie ist, und werden in den kommenden Wochen die Punkte holen."

Das Zickert-Comeback ist noch nicht absehbar. "Geplant ist, dass ich Anfang November zur Mannschaft stoße. Ich werde dann aber nicht jede Einheit mitmachen können und muss auch erst einmal sehen, wie mein Knie auf die neuen Belastungen reagiert."

Aktuell ist alles im grünen Bereich. Das Knie macht keine Sorgen. Zickert ist optimistisch, dass er spätestens nach der Winterpause auf einem ordentlichen Wettkampf-Niveau sein wird und dem CFC endlich helfen kann, die Spiele zu gewinnen.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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