CFC-Aigner: "Das war Ekstase pur" - Glaube und Wille sind heute gegen Germania gefragt

Chemnitz - Lukas Aigner (25) hätte den Zeitpunkt für sein erstes Saisontor gar nicht besser wählen können. Der Kapitän bewahrte den Chemnitzer FC in buchstäblich letzter Sekunde gegen Cottbus (1:1) vor der Heimpleite und verhinderte, dass der Club vor dem Heimspiel am Samstag gegen Germania Halberstadt weiter ins Hintertreffen gerät.

Lukas Aigner (25) nach seinem 1:1 gegen Cottbus.
Lukas Aigner (25) nach seinem 1:1 gegen Cottbus.  © imago images/Harry Härtel

"Das war Ekstase pur", ließen Aigner und Co. nach Abpfiff ihren Emotionen freien Lauf. Köpft er nicht tief in der Nachspielzeit ein, hätten die Himmelblauen ihre Gesichter tief in den Trikots vergraben.

Denn einer guten ersten Halbzeit folgte eine magere zweite. Aigner: "Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht, aber bis zum Ende daran geglaubt. Wenn du in der 95. Minute den Ausgleich machst, brechen alle Dämme."

Entscheidend war, dass der CFC, obwohl wenig zusammenlief und durch Malcolm Badu (24, 76.) einen Nackenschlag versetzt bekam, nicht aufsteckte, sondern bis zuletzt alles in die Waagschale warf.

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Aigner gab das Paradebeispiel ab, wie er zum Kopfball ging, das Leder förmlich in die Maschen schaute. Das war Wille pur. "Ich bin jemand, der bis zum Schluss immer alles gibt. Wenn man immer daran glaubt, hart arbeitet und Gas gibt, wird man auch dafür belohnt", betont Aigner.

Eigentlich eine Blaupause für die Regionalliga, wo gefühlt jeder zweite Gegner darauf aus ist, den Großen ein Bein zu stellen. Daran muss sich der CFC messen lassen.

Denn Tabellenführer Berliner AK ist gegenwärtig nur noch mit dem Fernglas zu erspähen. Und der Anspruch darf auf Dauer nicht sein, mit Halberstadt im grauen Mittelfeld um die Position zu rangeln, wenngleich der Gast des Samstags nur vier Zähler weniger auf dem Konto hat.

Titelfoto: imago images/Harry Härtel

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