CFC-Coach Glöckner kann Last-Minute-Sieg nicht genießen

Chemnitz - Die 40-Punkte-Marke ist geknackt! Vier Mal hatte sich der CFC vergeblich daran versucht. Mit einer großen Portion Glück und ganz viel Leidenschaft sammelten die Himmelblauen am Dienstagabend gegen Preußen Münster den dafür notwendigen Dreier ein.

Da ist es passiert. Münsters Simon Scherder hat den Ball ins eigene Netz geköpft.
Da ist es passiert. Münsters Simon Scherder hat den Ball ins eigene Netz geköpft.  © Picture Point/Gabor Krieg

Es lief die letzte Minute. Paul Milde flankte von links auf Pascal Itter. Der bugsierte den Ball aus der Drehung irgendwie Richtung Fünfmeterraum. Dort stand Simon Scherder. Der köpfte die Kugel zum Entsetzen der Gäste ins eigene Tor.

Die Freude im Lager der Himmelblauen war grenzenlos.

 90 Minuten lang hatten sie viel investiert. Sie gingen keinem Zweikampf aus dem Weg, schrubbten Kilometer, bis die Kräfte schwanden. Chancen aus dem Spiel heraus blieben Mangelware. Weil Münster tief stand und konzentriert verteidigte. 

Schlussmann Maximilian Schulze Niehues musste nur einmal ernsthaft eingreifen, beim direkten Freistoß von Rafael Garcia.

Umso größer die Erleichterung, als der Ball plötzlich im Netz zappelte. "Wir hatten in den vergangenen Spielen das Glück nicht auf unserer Seite. Heute haben wir es erzwungen", strahlte Trainer Patrick Glöckner.

Der kollektive Chemnitzer Jubel nach dem glücklichen, aber auch verdienten Sieg gegen Münster.
Der kollektive Chemnitzer Jubel nach dem glücklichen, aber auch verdienten Sieg gegen Münster.  © Picture Point/Gabor Krieg
Rund 50 Fans vor dem Stadion hatten die CFC-Kicker vor dem Spiel heiß gemacht und freuten sich am Ende mit ihnen über den Sieg.
Rund 50 Fans vor dem Stadion hatten die CFC-Kicker vor dem Spiel heiß gemacht und freuten sich am Ende mit ihnen über den Sieg.  © Picture Point/Gabor Krieg

Reddemann und Müller fehlen gegen Würzburg

Richtig genießen kann Trainer Patrick Glöckner den Sieg gegen Münster nicht. Mit Blick aufs Würzburg-Spiel plagen ihn personelle Probleme.
Richtig genießen kann Trainer Patrick Glöckner den Sieg gegen Münster nicht. Mit Blick aufs Würzburg-Spiel plagen ihn personelle Probleme.  © Picture Point/Gabor Krieg

Er attestierte seiner Mannschaft einen leidenschaftlichen Auftritt: "Spielerisch war es nicht das, was ich eigentlich sehen will. Auf beiden Seiten war viel Respekt, viel Verkrampfung. Typisch Abstiegskampf. Entscheidend sind die drei Punkte. Alles andere zählt nicht."

Drei Punkte, die in Anbetracht der kommenden Aufgaben überlebenswichtig waren. Am Freitagabend geht es nach Würzburg, das sich mit zuletzt drei Siegen und einem Remis wieder Richtung Aufstiegsplätze gearbeitet hat. Am Dienstagabend wartet an der Gellertstraße mit Braunschweig das nächste Spitzenteam.

Und so kreisten Glöckners Gedanken eine Stunde nach dem Abnutzungskampf gegen die Preußen bereits um die kommende Aufgabe.

"So richtig genießen kann ich den Sieg nicht. Es geht Schlag auf Schlag weiter, das ist Wahnsinn", sagte Glöckner: "Mit Sören Reddemann und Tobias Müller fehlen zwei wichtige Spieler gelbgesperrt. Da muss ich mir etwas einfallen lassen."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

Mehr zum Thema Chemnitzer FC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0