CFC-Coach Glöckner vor dem Jena-Klassiker: "Überlassen nichts dem Zufall!"

Chemnitz - Re-Start-Termine für die 3. Liga geisterten in den vergangenen Wochen einige durch die Öffentlichtkeit. Mal war es der 16., dann der 26. Mai. Nun ist es das Pfingst-Wochenende.

Patrick Glöckner (r.) beim Hinspiel gegen Jena im Gespräch mit seinem Kumpel Michael Ballack. Damals noch als interessierter Zuschauer ...
Patrick Glöckner (r.) beim Hinspiel gegen Jena im Gespräch mit seinem Kumpel Michael Ballack. Damals noch als interessierter Zuschauer ...  © Harry Härtel
Und auch da muss sich der CFC nochmals in Geduld üben. Erst am Sonntag endet die fast dreimonatige Spielpause für die Elf von Trainer Patrick Glöckner. Zu einer ungewohnten Zeit: 17 Uhr ertönt im Stadion auf dem Würzburger Dallenberg der Anpfiff. 

"Gastgeber" ist der FC Carl Zeiss Jena, der die kürzere Variante mit Spielort Chemnitz ablehnte, dann ins einige hundert Kilometer entfernte Meppen ausweichen wollte und letztlich vom DFB-Spielleiter nach Franken versetzt worden ist.

Glücklich macht die Verlegung des Ostklassikers keinen. Statt der direkten Anreise nach Thüringen muss Glöckner mit seinen Jungs einen Tag früher starten.

Die Fokussierung und Konzentration auf den Re-Start darf das nicht beeinflussen, betont Glöckner: "Ich erwarte einen Riesenfight, in dem wichtig sein wird, dass wir schnell die nötige Spannung aufbauen."

"Das werden keine Selbstläufer!"

Philipp Hosiner (Nr. 26) trifft im Hinspiel im September 2019 gegen den FC Carl Zeiss Jena zum 3:2, der erste Saisonsieg für die Himmelblauen war perfekt.
Philipp Hosiner (Nr. 26) trifft im Hinspiel im September 2019 gegen den FC Carl Zeiss Jena zum 3:2, der erste Saisonsieg für die Himmelblauen war perfekt.  © Picture Point/Gabor Krieg

Geisterspiel-Atmosphäre - ein völlig neues Erlebnis für die Spieler, die beim 3:2 gegen Jena in der Hinrunde hautnah erlebt hatten, was Fans auf der Tribüne bewirken können. Vor der Südtribüne drehten Noah Awuku (80.) und Philipp Hosiner (88.) mit ihren späten Treffern das Spiel. Es war der erste Saisonsieg.

Glöckner saß damals neben seinem Freund Michael Ballack noch auf der Tribüne (TAG24 berichtete). Zwei Tage später übernahm der Fußball-Lehrer und führte den CFC raus aus der Abstiegszone.

Der Vorsprung ist minimal. Die bevorstehenden Aufgaben - nach Schlusslicht Jena wartet der Vorletzte Großaspach auf die Chemnitzer - bieten die große Chance, die vielleicht schon entscheidenden Schritte zu gehen. Glöckner warnt: "Das werden keine Selbstläufer! Das sind Mannschaften, die nichts mehr zu verlieren haben, die befreit aufspielen können."

Der 43-Jährige wird seinen Jungs den geeigneten Matchplan in die Hand drücken. "Wir überlassen nichts dem Zufall und gehen gründlich vorbereitet in jede Partie. Da spielt es keine Rolle, ob wir auf den Ersten oder Letzten treffen", betont Glöckner.

Titelfoto: Harry Härtel

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