Doppelpack in der Hinrunde: Trifft CFC-Hosiner heute auf dem Betze?

Chemnitz - Acht Punkte aus den letzten sieben Spielen - das ist die Vorgabe von CFC-Trainer Patrick Glöckner an seine Mannschaft. "Die 45 Punkte waren immer unser Ziel", betont der Fußball-Lehrer.

Auch vom Punkt sicher: Philipp Hosiner verwandelt den Elfer zum 3:0 gegen die Teufel.
Auch vom Punkt sicher: Philipp Hosiner verwandelt den Elfer zum 3:0 gegen die Teufel.  © imago images/Frank Kruczynski

Vor der Corona-Pause waren seine Jungs auf dem besten Weg, diese Marke bereits vor dem letzten Spieltag zu knacken. Doch seitdem die Stadien leer sind, läuft der himmelblaue Offensivmotor nicht mehr rund. Zwei Treffer in vier Partien - das ist nicht der Fußball, für den die Glöckner-Elf lange Zeit stand.

Den Himmelblauen fehlen aktuell die Tore von Philipp Hosiner. Am 26. Spieltag, beim 3:4 in München, erzielte der Österreicher sein 16. Saisontor. Seitdem herrscht Flaute.

"Hosi war 14 Tage lang in häuslicher Quarantäne. Er konnte nur auf dem Ergometer trainieren und ist danach von null auf 100 gestartet", erklärt Glöckner: "Das ist ein enormes Pensum. Das kostet viel Kraft. Und wenn du körperlich erschöpft bist, kriegst du das auch bei der Konzentration zu spüren. Plötzlich gelingen dir gewisse Sachen nicht mehr, du triffst andere Entscheidungen."

Vielleicht eine Motivationsstütze: So machte Philipp Hosiner (M.) im Hinspiel das 1:0 gegen Kaiserslautern.
Vielleicht eine Motivationsstütze: So machte Philipp Hosiner (M.) im Hinspiel das 1:0 gegen Kaiserslautern.  © imago images/Frank Kruczynski

Chemnitz hat den Klassenerhalt noch selbst in der Hand

Kann Philipp Hosiner heute endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern?
Kann Philipp Hosiner heute endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern?  © Picture Point/Gabor Krieg

Hinzu kommt die Tatsache, dass Stürmer an Toren gemessen werden. "Sie brauchen das Erfolgserlebnis. Das hat man bei Stefan Kutschke gesehen", verweist Glöckner auf den Torjäger vom FC Ingolstadt: "Er macht gegen Großaspach einen Elfer rein. Drei Tage später trifft Kutschke gegen uns aus dem Spiel heraus."

Um Hosiner mache er sich keine Gedanken, ergänzt der Fußball-Lehrer: "Das ist ein Superspieler, der absolut professionell arbeitet. Er wird zurückkommen und wieder aus wenig viel machen."

Vielleicht schon heute, wenn es gegen den 1. FC Kaiserslautern geht. Das Hinspiel gewann der CFC 3:1 - Hosiner schnürte einen von insgesamt sechs Doppelpacks in dieser Saison.

"Der größte Gegner sind wir selbst", sagte Glöckner am Freitag vor der Abfahrt Richtung Betzenberg. Soll heißen: Wenn nicht jeder Spieler 100 Prozent abrufen kann, wird es schwer mit dem Klassenerhalt. Noch haben die Chemnitzer alles selbst in der Hand.

Nach drei Niederlagen in Folge wollen sie am Samstag endlich wieder punkten. Hosiners Tor(e) soll(en) dabei helfen. 

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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