Beim Elfmeter ausgerutscht: CFC-Pechvogel Hosiner, der tragische Held vom Betzenberg!

Chemnitz - Vier Niederlagen in Folge, zum dritten Mal nach der Corona-Pause ohne Torerfolg und nun auch noch ohne sicheren Elfmeterschützen: Der CFC gibt aktuell ein trauriges Bild ab.

Die bittere Szene in der 40. Minute: Philipp Hosiner rutscht beim Elfmeter weg, der Ball geht weit am Lauterer Tor vorbei.
Die bittere Szene in der 40. Minute: Philipp Hosiner rutscht beim Elfmeter weg, der Ball geht weit am Lauterer Tor vorbei.  © imago images/Thomas Frey

0:2 verlor die Mannschaft von Trainer Patrick Glöckner am Sonnabend beim 1. FC Kaiserslautern. Sechs Spiele bleiben noch, um den Klassenerhalt zu packen. Zwei davon gegen direkte Konkurrenten: am Dienstagabend gegen den Tabellen-18. Preußen Münster, am vorletzten Spieltag beim FSV Zwickau.

Die himmelblaue Formkurve zeigt nach unten. Kämpferisch rief der Aufsteiger auf dem Betzenberg alles ab. Der Wille, sich zu wehren, war da. Der CFC erspielte sich gute Tormöglichkeiten.

Dejan Bozic scheiterte in der zweiten Halbzeit zwei Mal am glänzend reagierenden FCK-Schlussmann Lennart Grill. Dessen Gegenüber Jakub Jakubov musste noch öfter eingreifen und verhinderte mit einigen Klassereflexen ein Debakel.

"Wir haben gezeigt, dass wir guten Fußball spielen können. Aber irgendwann müssen wir den Ball auch mal über die Linie drücken", monierte Glöckner.

Hosiner gelingt seit der Corona-Pause nichts mehr

Die große Chance zur Führung kläglich vergeben - Philipp Hosiner kann es nicht fassen.
Die große Chance zur Führung kläglich vergeben - Philipp Hosiner kann es nicht fassen.  © Jan Hübner/Kleer

Wie soll das gelingen, wenn der beste Torjäger nur noch ein Schatten seiner selbst ist? Philipp Hosiner war der tragische Held vom Betzenberg. In der 40. Minute schritt er zum Elfmeterpunkt. Er zögerte lange mit der Ausführung. Das ließ nichts Gutes erahnen. 

Was dann passierte, wünscht man keinem Fußballer. Dem Österreicher rutschte das Standbein weg. Der Ball landete im nirgendwo. Sieben Mal verwandelte Hosiner in dieser Saison traumhaft sicher. Nach dem achten Strafstoß sank er enttäuscht zu Boden. 

Dem 16-fachen Torschützen gelingt seit der Corona-Pause, die er nach 14 Tagen häuslicher Quarantäne einen Tag vor dem Re-Start beendete, nichts mehr. Hosiner kommt aus dem Tal nicht heraus. Doch gerade jetzt brauchen die Chemnitzer seine Tore.

Wäre angesichts des Formtiefs ein anderer Strafstoßschütze in Kaiserslautern nicht die bessere Wahl gewesen? TAG24 fragte beim Trainer nach. "Hinterher ist man immer schlauer", meinte Glöckner: "Er hat sieben Mal eiskalt verwandelt. Dass er dieses Mal ausrutscht, ist megaärgerlich. Das war vielleicht ein Knackpunkt. Trotz alledem stehen wir hinter ,Hosi'. Er wird sich auch den nächsten Ball nehmen und schießen." 

Titelfoto: Jan Hübner/Kleer

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