Abwehr patzt, der Angriff lahmt! CFC tritt nach 0:1 gegen Ingolstadt auf der Stelle

Chemnitz - Die Drittliga-Gastgeber tun sich in Zeiten der Geisterspiele weiter schwer. Zum fünften Mal gingen sie am 31. Spieltag als Verlierer vom Platz. Auch in Chemnitz triumphierten am Mittwochabend die Gäste - und das nicht unverdient.

Ex-Dynamo Stefan Kutschke (l., hier gegen Erik Tallig) war nicht zu halten. Er schoss auch das Siegtor.
Ex-Dynamo Stefan Kutschke (l., hier gegen Erik Tallig) war nicht zu halten. Er schoss auch das Siegtor.  © Picture Point/Gabor Krieg

Der FC Ingolstadt verbuchte ein deutliches Chancenplus, traf aber nur ein Mal. Beim entscheidenden Treffer halfen die Himmelblauen auch noch kräftig mit. Stefan Kutschke nahm in der 22. Minute das Geschenk von Kapitän Niklas Hoheneder dankend an und erzielte das Tor des Abends.

Gleich nach dem Abpfiff nahm sich Trainer Patrick Glöckner Paul Milde zur Seite. Er hatte Hoheneder durch seinen missratenen Einwurf erst in die brenzlige Situation gebracht.

Zwei individuelle Fehler in Duisburg, einer gegen Ingolstadt - der CFC bringt sich in einer Phase, in der jeder Punkt zählt, selbst in die Bredouille!

"Megaärgerlich. Das darf uns in dieser Phase der Saison nicht passieren", meinte Mittelfeldmann Matti Langer.

Doch nach 31 Spieltagen werden Beine und Köpfe langsam müde, schwindet die Konzentration. Erst recht, wenn es von einer englischen Woche in die nächste geht, lange Auswärtsfahrten anstehen und Regeneration statt Training den Wochenplan bestimmt.

Trainer Glöckner wird für Mut nicht belohnt

Auch dieser Ball war für FCI-Keeper Fabijan Buntic (r.) keine Gefahr. CFC-Stürmer Philipp Hosiner duckt sich weg. Insgesamt kam vom Chemnitzer Sturm zu wenig.
Auch dieser Ball war für FCI-Keeper Fabijan Buntic (r.) keine Gefahr. CFC-Stürmer Philipp Hosiner duckt sich weg. Insgesamt kam vom Chemnitzer Sturm zu wenig.  © Picture Point/Gabor Krieg

Trainer Patrick Glöckner wurde für seinen Mut, gegen den Zweitliga-Absteiger eine extrem offensiv ausgerichtete Elf ins Rennen zu schicken, nicht belohnt. Die Chemnitzer legten erst nach der Pause den Respekt vor den Schanzern ab. Plötzlich dominierten sie die Partie, hatten deutlich mehr Ballbesitz als die Gäste. Doch der Angriff lahmte.

"Im letzten Drittel und in der Box fehlte uns leider der letzte Tick für den Lucky Punch", wertete Glöckner. Was nicht zuletzt daran lag, dass der Ex-Zwickauer Nico Antonitsch eine starke Partie ablieferte und Torjäger Philipp Hosiner jederzeit im Griff hatte.

"Wir werden diese Niederlage aufarbeiten. Wir wussten, dass noch einige schwere Steine im Weg liegen. Keiner konnte erwarten, dass wir gegen Duisburg und Ingolstadt gewinnen", betonte Glöckner. Zwei Unentschieden waren trotzdem drin.

Tarsis Bonga, der kurz vor der Pause die beste Ausgleichschance vergab, erklärte: "Wir hatten wirklich viele gute Aktionen. Aber manchmal will der Ball einfach nicht über die Linie. So ist der Fußball." 

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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