VfB-Knipser Zimbo zeigt CFC, was den Unterschied ausmacht

Auerbach/Chemnitz - Freudige Gesichter in Auerbach, betretene Mienen in Chemnitz. Im siebten Anlauf fuhr der VfB den ersten Dreier gegen den CFC ein. Während der krasse Außenseiter die Scharte vom ersten Spieltag mit dem 2:1-Heimsieg auswetzen konnte, fühlten sich die Himmelblauen, als wären sie in einer verkehrten Welt. 

CFC-Coach Daniel Berlinski ärgert sich über die unnötige Pleite in Auerbach.
CFC-Coach Daniel Berlinski ärgert sich über die unnötige Pleite in Auerbach.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Wir dominieren von der ersten Minute an, spielen eine klasse erste Halbzeit, belohnen uns aber leider nicht, obwohl wir auf ein Tor spielten und drei hundertprozentige Chancen hatten", haderte CFC-Coach Daniel Berlinski mit dem Spielausgang.

Im ersten Durchgang fand der VfB praktisch nicht statt. Einzig Stefan Schmidt war es zu verdanken, dass die Anzeigetafel auf der "Vogtlandweide" - Anfang letzten Jahres hing sie noch im Stadion an der Gellertstraße - keinen Torschützen der Gäste verzeichnete. Von den Gastgebern konnte es niemand darauf schaffen, weil es schlicht keine Chancen gab. "Das Spiel hätte zur Halbzeit entschieden sein können", weiß Berlinski.

Nutzen Christian Bickel und Tobias Müller ihre Möglichkeiten, segeln die Standards nicht ins Nirvana, ist die Messe früh gelesen. 

Was wäre gewesen, wenn der CFC im ersten Durchgang nicht solchen Chancenwucher betrieben hätte? Es ist müßig darüber zu spekulieren, welchen Verlauf die Partie dann nimmt.

CFC: Vorne fahrlässig, hinten nachlässig

Auerbachs Matchwinner Marc-Philipp Zimmermann köpft hier vor dem Chemnitzer Tobias Müller.
Auerbachs Matchwinner Marc-Philipp Zimmermann köpft hier vor dem Chemnitzer Tobias Müller.  © Frank Kruczynski

So musste Chemnitz weiterhin kommen und entblößte, wie schon bei der Auftakt-Pleite gegen Viktoria Berlin (1:2), seine Abwehr.

"Auerbach stand in der zweiten Halbzeit noch ein bisschen tiefer und wir im Spielaufbau noch etwas höher. Die Restabsicherung war dann nicht mehr so da", lief Berlinskis Elf ins offene Messer.

Vorne fahrlässig, hinten nachlässig und das ausgerechnet gegen Auerbachs Marc-Philipp Zimmermann. "Solche Spiele werden nicht alle zwei Wochen passieren, dass wir in der letzten Minute noch das Ding machen. Am Ende wäre ein Punkt verdient gewesen. Aber so haben wir die drei Punkte von letzter Woche aufgeholt", freute sich "Zimbo" im MDR über den unverhofften Sieg. Der letztjährige Torschützenkönig der Regionalliga Nordost weiß eben, wo die Kiste steht.

Genau das geht den Himmelblauen ab. "Wir wissen, woran gearbeitet werden muss, nämlich der Chancenverwertung", vermisst Berlinski einen echten Knipser. Kristallisiert der sich intern nicht bald heraus, muss auf dem Transfermarkt nochmal zwingend nachgelegt werden. 

Titelfoto: Frank Kruczynski

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