CFC fertigt beste Abwehr der Liga gnadenlos ab: "Matchplan ging komplett auf!"

Chemnitz - Drei Tore hatte der Berliner AK bis zum 11. Spieltag kassiert. Dann kam der Chemnitzer FC und versenkte vier Bälle im Kasten des damaligen Spitzenreiters.

Chris Löwe (33) sorgte mit schönem Freistoß für das 1:0.
Chris Löwe (33) sorgte mit schönem Freistoß für das 1:0.  © imago/HärtelPRESS

Dem FC Carl Zeiss Jena erging es am Sonntag ähnlich. Die Thüringer reisten mit der besten Abwehr der Liga an (sieben Gegentore in 13 Partien) und kehrten mit einer 0:4-Klatsche an die Kernberge zurück.

"Unser Matchplan ist komplett aufgegangen. Wir haben den Gegner hoch gepresst, den Fans richtig guten Fußball geboten, super Tore gemacht und - was mich als Verteidiger am meisten freut - erneut zu null gespielt", meinte Tim Campulka (23).

Die Himmelblauen arbeiten seit einigen Wochen nicht nur extrem stark gegen den Ball, sie sind auch eiskalt vor dem gegnerischen Tor. Gegen Jena erzielte die Mannschaft von Trainer Christian Tiffert (40) alle vier Treffer nach Standards."

Wer ersetzt CFC-Stammkraft Okan Kurt im zentralen Mittelfeld?
Chemnitzer FC Wer ersetzt CFC-Stammkraft Okan Kurt im zentralen Mittelfeld?

Chris Löwe (33) ist für seinen starken linken Fuß bekannt", meinte Jenas Trainer Henning Bürger.

Offenbar hatten seine Mannen in der Spielvorbereitung nicht gut genug zugehört. Die Tore waren nicht nur Löwes Verdienst, sondern auch das Ergebnis der laufintensiven Arbeit der Angreifer.

Unmittelbar vor dem 1:0 durch Löwes Schlitzohr-Tor setzte Felix Brügmann (30) am gegnerischen Strafraum den ballführenden Marcel Hoppe (22) unter Druck. Der CFC-Torjäger eroberte die Kugel und wurde anschließend gefoult.

Tim Campulka (23) feiert sein Tor.
Tim Campulka (23) feiert sein Tor.  © picture point/Sven Sonntag

Laut CFC-Coach Christian Tiffert kann es gerne so weitergehen

Nach einer Löwe-Ecke köpfte Tim Campulka (23) gegen Jena zum 2:0 ein.
Nach einer Löwe-Ecke köpfte Tim Campulka (23) gegen Jena zum 2:0 ein.  © imago/Kruczynski

Das dritte und vierte Tor holte der pfeilschnelle Stephan Mensah, der beide Male im Strafraum von den Beinen geholt wurde, heraus.

Dass der etatmäßige Elfmeterschütze Campulka, der das 2:0 erzielt hatte, den Ball erst Kilian Pagliuca (26) und kurz vor Spielende dem frischgebackenen Papa Okan Kurt (27) überließ, zeugt von einem guten Teamgeist.

Wohin führt die Reise des CFC? Neun Punkte kann er vor der Winterpause noch holen. Schafft er das, könnte der Club als Spitzenreiter ins neue Jahr gehen.

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Das weiß auch Tiffert, dem man die Freude nach dem Jena-Triumph deutlich ansah: "Dass wir wie vor einigen Wochen beim BAK gegen die beste Abwehr der Liga vier Tore erzielen, ist top. So kann es gern weitergehen."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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