CFC unter Zugzwang: Himmelblaue brauchen für Trendwende (schnelle) Tore

Chemnitz - Vorne harmlos, hinten (zu) sorglos: Der Chemnitzer FC ist nach dem Sachsenpokal-Sieg vom VfB Auerbach wieder auf den harten Boden der Realität zurückgeholt worden. Gelingt am heutigen Samstag (16 Uhr) gegen den VfB Germania Halberstadt nicht die Trendwende, ist der Fehlstart perfekt.

Tobias Müller (v.) erzielte das einzige Chemnitzer Tor in Auerbach, vergab bei der 1:2-Niederlage aber zuvor drei Riesen.
Tobias Müller (v.) erzielte das einzige Chemnitzer Tor in Auerbach, vergab bei der 1:2-Niederlage aber zuvor drei Riesen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Im Sommer blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Inklusive Adis Omerbasic, der wenige Tage nach seiner Vertragsunterschrift wieder Reißaus nahm, stehen 17 Ab- 21 Zugänge gegenüber. Alte Muster ließen sich damit nicht abstreifen.

"Wir hatten gute Chancen. Die hätten wir halt vergolden müssen", "wir brauchen wahrscheinlich 35 Chancen, um auf zwei Tore zu kommen", "wir haben genügend Torchancen, um das Spiel zu gewinnen" oder "wir hatten Chancen für zwei, drei Spiele", listete der MDR nacheinander die Zitate von Ex-CFC-Cheftrainer Patrick Glöckner, Abwehrchef Niklas Hoheneder, dem neuen Coach Daniel Berlinski und Mittelfeldspieler Tobias Müller auf. 

Getätigt wurden sie binnen des letzten Vierteljahres.

Die Corona-Pause bremste gut aufgelegte Himmelblaue aus, die zuvor in sieben Drittliga-Partien vier Siege einfuhren - und dabei dem späteren Champion Bayern II eine von nur zwei Rückrunden-Pleiten zufügten. 

Im Angriff fehlten die Tore von Philipp Hosiner (mittlerweile bei Dynamo Dresden) und hinten war zu oft Tag der offenen Tür. Dieser rote Faden trotzt dem Kaderschnitt. Ein fintenreicher und zugleich abschlussstarker Stürmer ist nicht vorhanden.

Symptomatisch: Gegen Auerbach war Mittelfeldspieler Tobias Müller der gefährlichste Himmelblaue. Doch auch er ließ vor seinem Treffer drei Großchancen liegen.

Wird vorne nicht geliefert, erhöht das den Aufwand und hinten wird, wie am Mittwoch, aufgemacht - mit fatalen Folgen. Und das ist keine Raketenwissenschaft. "Wir müssen die Dinger zeitig reinmachen. Dann läuft es für uns", weiß Müller.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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