CFC nach Finalsieg über Eilenburg zum elften Mal Sachsenpokal-Champion

Eilenburg - "Wir hatten Bretter für zwei, drei Spiele", meinte Tobias Müller nach dem 2:1-Sieg (1:0) seines Chemnitzer FC im Pokalfinale beim FC Eilenburg. Und der Pokalheld von 2019 hatte es diesmal selbst unnötig spannend gemacht ...

Der Chemnitzer FC hat zum elften Mal den Sachsenpokal gewonnen.
Der Chemnitzer FC hat zum elften Mal den Sachsenpokal gewonnen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Es war die 65. Minute, durch den Treffer von Danny Breitfelder (40.) führten die Himmelblauen hochverdient mit 1:0. Im Strafraum der Gastgeber wurde Kevin Freiberger gefoult und Schiri Tim Ziegler zeigte diesmal auf dem Punkt. Zuvor verwehrte er bei zwei strittigen Szenen den Pfiff. 

Aller guten Dinge sollten also drei sein. Müller trat an. Doch seinen Schuss ins linke untere Eck fischte FCE-Keeper Andreas Naumann raus, der Nachschuss ging über den Kasten. Bitter! "Den Elfmeter hält er gut", kommentierte der CFC-Schütze nach der Partie. "Zum Glück war der nicht notwenig."

Denn in der 72. Minute stellte Freiberger diesmal nach einer schönen Flanke von Christian Bickel selbst auf 2:0. Der CFC sah jetzt wieder der sichere Sieger aus. Die mitgereisten 250 Fans feierten ihre Mannschaft. Und die schien schon den Pokalsieg zu feiern. 

Aber nur sechs Minuten später verpassten es die Gäste, durch ein taktisches Foul im Mittelfeld, den Konter der Eilenburger zu unterbinden. Dennis Kummer marschierte auf rechts, zog ab. Der Ball flog über die langen Arme von CFC-Schlussmann Jakub Jakubov ans Dreiangel und landete vor den Füßen vorn Eilenburgs Steven Hacke. Der stocherte das Leder in die Maschen - nur noch 2:1. Im Stadion tobten die Fans der Hausherren.

Eilenburg glaubte fest ans 2:2

Chemnitz' Danny Breitfelder (vorn) bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0.
Chemnitz' Danny Breitfelder (vorn) bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0.  © Picture Point/Gabor Krieg

Plötzlich hatten die Gastgeber wieder Luft. "Wir haben einen rausgehauen und du hast gespürt, dass es noch zum 2:2 reicht", meinte Eilenburgs Coach Nico Knaubel. 

Dass es am Ende doch nicht seinen sollte, fand er beschissen. "Schade. Du kannst aber gegen den CFC nur bestehen, wenn du die beste Mannschaft hast und die hatten wir nicht." Da zwei seiner Spieler gelb gesperrt waren.

Der Sieg für den CFC geht aber voll in Ordnung. Der Regionalligist hatte gegen den Oberligisten von Beginn an das Heft des Handelns in der Hand und bestimmte klar die Partie im mit 1000 Zuschauern gefüllten Ilburgstadion. 

Als um 16.35 Uhr diese abgepfiffen wurde, hatte CFC-Coach Daniel Berlinski nicht nur seinen ersten Pokalsieg in der Tasche, im schienen auch dicke Brocken von den Schultern zu fallen. Die Fäuste geballt schrie er: "Jaaaaaaaa!" Und gestand nachher: "Ich war sehr angespannt. Die Chancen-Verwertung, der Elfmeter strapazierten die Nerven sehr. Aber insgesamt hat die Mannschaft gutes Spiel abgeliefert. Es nur unnötig spannend gemacht."

Der Rekordchampion konnte seine Serie ausbauen.
Der Rekordchampion konnte seine Serie ausbauen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Jetzt geht's also im DFB-Pokal weiter. Neben den gut 100.000 Euro, die der Vereinskasse gut tun, kommt Bundesligist Hoffenheim nach Chemnitz zum Erstrunden-Knaller.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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