CFC-Insolvenzverwalter Siemon macht Druck! Chemnitz braucht 450.000 Euro, sonst droht das Aus

Chemnitz - Überlebt der Chemnitzer FC den Abstieg aus der 3. Liga? 450.000 Euro muss der Traditionsverein bis Mitte August aufbringen, sonst gehen die Lichter aus!

Klaus Siemon stellt klar, dass das Insolvenzverfahren schnell beendet werden muss, ansonsten droht dem CFC das Aus.
Klaus Siemon stellt klar, dass das Insolvenzverfahren schnell beendet werden muss, ansonsten droht dem CFC das Aus.  © Picture Point / Kerstin Dölitzsch

Vorstandsvorsitzende Romy Polster informierte am Donnerstag über ein Schreiben von Insolvenzverwalter Klaus Siemon. 

In diesem stellt der Rechtsanwalt klar: Beenden des Insolvenzverfahrens in relativ kurzer Zeit oder Einstellung des Verfahrens wegen fehlender Masse. Das wäre das endgültige Aus für den Traditionsverein!

Letzteres ist für die Gesellschafter der CFC Fußball GmbH keine Option. "Es ist zu schaffen, wir glauben daran", betont Polster: "Unser Aufruf geht an alle: Fans, Unterstützer, Unternehmen, Mitglieder - helft uns, diese Mittel aufzubringen. Eine andere Chance wird es nicht geben."

Ab Freitag wird es möglich sein, Geld auf ein Anderkonto einzuzahlen. Bis zum 10. August muss der Betrag von 450.000 Euro zusammenkommen. Polster: "Alle zehn Gesellschafter haben sich verpflichtet, einen gewissen Fehlbetrag auszugleichen. Wir haben in den letzten eineinhalb Jahren so viel Kraft in den CFC gesteckt und werden weiterkämpfen. Wir wollen jetzt auch die letzte Etappe schaffen. Dann sind wir endlich wieder frei in allen unseren Entscheidungen."

Polster bezog zugleich Stellung zu den unsäglichen Aussagen von Siemon, der der Fanszene die Schuld für den Abstieg gegeben hatte. 

Chemnitzer FC wird Trainer Patrick Glöckner bei einem Wechsel nicht ablösefrei abgeben

"Diese Meinungsäußerung hat alle Gesellschafter sehr betroffen gemacht. Unsere Fans standen immer hinter der Mannschaft. Sie tragen keine Schuld."

Das Ende des Insolvenzverfahrens ist nicht die einzige Baustelle. Offen ist nach wie vor die Trainerfrage. Sportdirektor Armin Causevic stellte am Donnerstag nochmals klar, dass Patrick Glöckner einen gültigen Vertrag für die Regionalliga besitzt. 

Sollte er sich für einen anderen Weg entscheiden, werden die Chemnitzer den Fußball-Lehrer nicht ablösefrei gehen lassen. Das Geld braucht der Verein dringender als jemals zuvor!

Titelfoto: Picture Point / Kerstin Dölitzsch

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