CFC-Kicker Kurts Erfolgsrezept fürs Spiel gegen Rathenow: "Tore machen und verhindern!"

Chemnitz - Das Traumtor von Okan Kurt (26), der den Ball per Direktabnahme von der Strafraumgrenze im Kasten der Leipziger versenkte, wäre einen Zähler wert gewesen. Am Ende stand der Chemnitzer FC am Mittwochabend gegen den 1. FC Lok mit leeren Händen da, weil sie kurz nach Kurts 2:2 das dritte Gegentor kassierten.

Okan Kurt (26) hofft in Rathenow auf einen Dreier.
Okan Kurt (26) hofft in Rathenow auf einen Dreier.  © p.p./Sonntag

"Wir haben es bei allen Gegentoren nicht gut gemacht. Das war jedes Mal eine ähnliche Spielsituation, wo ein Pass in die Tiefe und ein tiefer Laufweg des Gegners unsere Abwehr durcheinanderwirbelt. Das passt momentan zu unserer Situation", ärgerte sich Kurt.

Der 26-Jährige befand außerdem, "dass wir trotzdem ein gutes Spiel gemacht und uns nach dem 0:2 als Mannschaft gut zurückgekämpft haben. Umso bitterer, dass wir nicht wenigstens einen Punkt mitnehmen konnten."

Zum Saisonauftakt gegen TeBe Berlin traf Kurt in der Nachspielzeit zum 3:1-Endstand. Am 2. Spieltag in Babelsberg verletzte er sich am Syndesmoseband und fiel zwei Monate lang aus. Im September gehörte er zu jenen Spielern, die für 14 Tage in Quarantäne mussten. Das Spiel gegen Leipzig zeigte, dass der Mittelfeld-Stratege auf dem besten Weg zu alter Leistungsstärke ist. Kurt war unermüdlich unterwegs, verteilte klug die Bälle, scheute die Zweikämpfe nicht und belohnte sich mit dem Treffer der Kategorie "Tor des Monats".

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Chemnitzer FC CFC feiert bei TeBe 3. Sieg in Folge: Freiberger und Campulka mit Köpfchen!

"Ein schönes Gefühl, das 2:2 zu erzielen. Viel lieber hätte ich gewonnen", meinte Kurt: "In Rathenow haben wir die nächste Chance. Wenn wir so weitermachen wie gegen Lok, werden wir uns für die harte Arbeit auch belohnen." Nach dem stimmungsvollen Klassiker gegen Lok wartet heute Tristesse in Brandenburg. Im Schnitt kommen 300 Zuschauer zu den Heimspielen des FSV Optik. Am Mittwochabend waren es mehr als 3200.

Okan Kurts (26) Traumtor am Mittwoch zum zwischenzeitlichen 2:2 gegen Lok Leipzig. Die abgewehrte Ecke hämmerte er volley in den Knick.
Okan Kurts (26) Traumtor am Mittwoch zum zwischenzeitlichen 2:2 gegen Lok Leipzig. Die abgewehrte Ecke hämmerte er volley in den Knick.  © Imago Images/Härtelpress

Für Kurt ist es kein Problem, den Hebel umzulegen. "Wir alle sind hungrig, wollen jedes Spiel gewinnen und unseren Matchplan auf den Platz bringen", hofft er auf einen Dreier: "Es gilt: Tore machen, Tore verhindern!"

Titelfoto: Imago Images/Härtelpress

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