CFC oder Chemie Leipzig: Wer holt sich den Pott?

Chemnitz - Als Spieler gewann Christian Tiffert (40) am 10. Mai 2016 mit dem FC Erzgebirge Aue den sächsischen Landespokal. Mit dem Chemnitzer FC konnte er in seiner Funktion als Co-Trainer am 22. August 2020 den Finalsieg über den FC Eilenburg bejubeln. Holt der 40-Jährige am Samstag als Chefcoach seinen ersten großen Titel?

Wer kriegt Samstag den Landespokal, den hier Sachsen-Boss Hermann Winkler (59) präsentiert - CFC-Trainer Christian Tiffert (l., 40) oder Chemie-Coach Miroslav Jagatic (45) ?
Wer kriegt Samstag den Landespokal, den hier Sachsen-Boss Hermann Winkler (59) präsentiert - CFC-Trainer Christian Tiffert (l., 40) oder Chemie-Coach Miroslav Jagatic (45) ?  © Picture Point/Gabor Krieg

Gegner im Stadion an der Gellerstraße ist die BSG Chemie Leipzig, die die Saison als Tabellen-Neunter beendet und 16 Punkte weniger als Chemnitz geholt hat.

"Egal, wie das Finale endet - wir haben eine sehr gute Saison gespielt, alle unsere Ziele erreicht und uns als Verein weiterentwickelt", meinte Chemie-Trainer Miroslav Jagatic (45), der die Leutzscher als klarer Außenseiter sieht.

Die Favoritenrolle schob Tiffert auf der gestrigen Pressekonferenz allerdings von sich, obwohl die Himmelblauen als bestes Team der Rückrunde durchs Ziel gingen. "Das ist kein offizieller Titel", stellte der CFC-Trainer klar: "Natürlich spielt das Selbstvertrauen nach den guten Leistungen in den vergangenen Wochen eine große Rolle. Aber das darf nicht in Selbstüberschätzung münden. Wir bleiben demütig."

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Über 9000 Eintrittskarten waren bis Donnerstagmittag abgesetzt. 1800 gingen an die Gäste, die gern die doppelte Anzahl gehabt hätten. Das ließ das Sicherheitskonzept nicht zu.

Hermann Winkler, Präsident des ausrichtenden Sächsischen Fußball-Verbands wollte sich zu dieser Problematik nicht äußern. Einzig und allein das Sportliche, die Protagonisten auf dem Rasen, sollen im Mittelpunkt stehen.

Das Sachsen-Duell wird im Rahmen des "Finaltags der Amateure" ab 16.15 Uhr live in der ARD übertragen. "Das wird uns zusätzlich motivieren", betonte Jagatic.

Der 45-Jährige gestand: "In der Spielvorbereitung habe ich einige graue Haare bekommen. Wir wissen, gegen wen wir spielen. Chemnitz besitzt eine große individuelle Klasse. Doch wir sind heiß wie Frittenfett. Das ist der Moment, auf den du als Spieler und Trainer wartest. Das Eisen muss geschmiedet werden, solange es heiß ist."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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