CFC-Held Pentke vor Pokal-Hit: "Ich wäre gern in Chemnitz geblieben!"

Chemnitz - Der Pokal-Held des Chemnitzer FC von einst kehrt am heutigen Sonntag an die Gellertstraße zurück. Im Tor stehen darf er in der Pokal-Partie seiner TSG 1899 Hoffenheim bei den Himmelblauen nicht!

15. August 2014: Philipp Pentke pariert im Elfmeterschießen den Ball des Mainzers Gonzalo Jara Reyes. Die Sensation ist perfekt: Der Chemnitzer FC kickt den Bundesligisten aus dem DFB-Pokal.
15. August 2014: Philipp Pentke pariert im Elfmeterschießen den Ball des Mainzers Gonzalo Jara Reyes. Die Sensation ist perfekt: Der Chemnitzer FC kickt den Bundesligisten aus dem DFB-Pokal.  © imago images/Eibner

Denn an der Rollenverteilung hat sich bei den Kraichgauern in der Sommerpause nichts verändert: Hoffenheims Stammkeeper heißt Oliver Baumann. Philipp Pentke, der sechs Jahre lang für die Chemnitzer zwischen den Pfosten stand, ist die Nummer zwei.

Es war der Abend des 15. August 2014. Pentke leitete mit seinem missglückten Abschlag das 5:5 für den FSV Mainz 05 ein. Im folgenden Elfmeterschießen (5:4) parierte er den entscheidenden Strafstoß, avancierte zum Helden. Chemnitz feierte die Sensation, warf den Bundesligisten aus dem DFB-Pokal.

Nicht nur an dieses Spiel erinnert sich Pentke gern: "Ich habe mich beim CFC sehr wohl gefühlt und viel erlebt. Wir sind aufgestiegen, haben mehrmals den Sachsenpokal gewonnen. Es waren sechs sehr schöne Jahre. So eine lange Zeit bei ein und demselben Verein - das ist heutzutage selten."

Der Abschied im Sommer 2015 verlief nicht so, wie er es sich gewünscht hätte. Pentke: "Ich wäre gern länger geblieben." Doch die damaligen Verantwortungsträger, Trainer Karsten Heine und Sportdirektor Stephan Beutel, strebten eine Veränderung auf dem Posten des Torhüters an.

Bis zu 20 Freunde und Verwandte von Pentke sollen im Stadion sein

Nach dem Sieg gegen Mainz feierte Philipp Pentke den Erfolg mit den begeisterten CFC-Fans.
Nach dem Sieg gegen Mainz feierte Philipp Pentke den Erfolg mit den begeisterten CFC-Fans.  © Imago images/Picture Point

Aus heutiger Sicht konnte dem gebürtigen Freiberger nichts Besseres passieren. Zunächst ging er einen Schritt zurück, dann startete er kräftig durch. Mit Jahn Regensburg marschierte Pentke innerhalb von zwei Jahren von der 4. in die 2. Liga. 137 Mal stand er im Kasten. Wie in Chemnitz war er der Liebling der Fans.

Erneut fiel der Abschied schwer. Im Sommer 2019 rief die Bundesliga. Pentke heuerte bei der TSG Hoffenheim an. Ein weiterer Vorteil: Der Torhüter war näher an seiner Familie dran.

Töchterchen Mexie ist inzwischen zweieinhalb Jahre alt. Die Besuche in der Heimat sind seltener geworden: "Ich wohne jetzt in Heidelberg. Freiberg oder Chemnitz liegen nicht gleich um die Ecke. Wenn ich mal einen freien Tag habe, verbringe ich den natürlich am liebsten mit Mexie."

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Chemnitzer FC Mit Pelivan und Kircicek: Heute Trainingsstart beim CFC!

Um so mehr freut er sich, dass es dieses Mal beruflich nach Sachsen geht. Familie, Verwandte und Freunde sitzen auf der Tribüne. "Ich rechne mit 15 bis 20 Leuten", sagt Pentke.

Bei aller Vorfreude, für ihn steht der sportliche Wettstreit im Vordergrund: "Wir wollen in die zweite Runde und werden die Aufgabe beim CFC entsprechend konzentriert und fokussiert angehen. Wir wollen dem Spiel von Beginn an unseren Stempel aufdrücken."

Philipp Pentke als Torhüter der TSG 1899 Hoffenheim in Aktion.
Philipp Pentke als Torhüter der TSG 1899 Hoffenheim in Aktion.  © imago images/Michael Weber

Das letzte Gastspiel von Pentke an der Gellertstraße war eine klare Angelegenheit. 3:0 siegte Regensburg im Dezember 2016. Pentke erwischte einen Sahnetag.

Sonntag sitzt er draußen. TSG-Trainer Sebastian Hoeneß sagte vor der Abfahrt nach Chemnitz zum Thema Pentke: "Ich weiß um seine Vergangenheit. Aber es wird Oliver Baumann im Tor stehen."

Titelfoto: Imago images/Picture Point

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