CFC-Spieler Pagliuca nach drei Pleiten in Folge: "Wir sind in einer sehr schwierigen Phase"

Chemnitz - CFC-Offensivmann Kilian Pagliuca (26) wirkte nach dem 0:1 gegen Chemie Leipzig nachdenklich. Sekunden nach seiner Einwechslung in der 19. Minute hätte der Schweizer den Chemnitzer FC in Führung bringen können. Der Kopfball berührte den Außenpfosten.

CFC-Offensivmann Kilian Pagliuca (26) schlägt die Hand vors Gesicht - gegen Chemie hatte er die Führung auf dem Kopf.
CFC-Offensivmann Kilian Pagliuca (26) schlägt die Hand vors Gesicht - gegen Chemie hatte er die Führung auf dem Kopf.  © Picture Point/Gabor Krieg

Geht der Ball rein, wäre die dritte Niederlage in Folge sicher vermeidbar gewesen. "Das Spiel hätte nach beiden Seiten kippen können. Mir war schnell klar: Wer das erste Tor schießt, der gewinnt", gestand Chemie-Trainer Miroslav Jagatic (46).

Am Ende waren die Leutzscher die glücklichen Sieger. Die Himmelblauen sind auf der Suche nach Erklärungen. Eine derartige Negativserie gab es das letzte Mal in der 3. Liga. Anfang Juni 2020 verlor der CFC vier Spiele am Stück. Wenige Wochen später ging es runter in die Regionalliga.

Mit dem Horror-Szenario des Abstiegs will sich in Chemnitz keiner beschäftigen. "Wir erleben momentan eine sehr, sehr schwierige Phase. Wir müssen noch mehr arbeiten und wieder die Lösungen finden", sagt Pagliuca.

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Chemnitzer FC CFC-Verteidiger Löwe blieb trotz Pferdekuss auf dem Platz: "Ein Spieler, der immer gewinnen will"

Am 1. Spieltag feierte er beim 3:0 gegen TeBe Berlin einen Doppelpack. Seitdem wartet er auf einen Torerfolg. Gegen Chemie Leipzig saß er zum Anpfiff erstmals draußen und ersetzte nach einer reichlichen Viertelstunde den verletzten Dominik Pelivan im zentralen defensiven Mittelfeld.

"Obwohl diese Rolle neu für Kilian war, hat er es sehr ordentlich gemacht", lobte Trainer Christian Tiffert (40).

CFC-Offensivmann Pagliuca: "Wenn du so oft verlierst, schwindet das Selbstvertrauen"

Die Niederlage verhindern konnte Pagliuca nicht. Wie findet die Mannschaft zurück zu jener Leichtigkeit und Sicherheit aus den ersten Wochen der Saison?

"Wenn du so oft verlierst, schwindet das Selbstvertrauen. Aber wir sind Profis. Wir spielen für den Verein und für unsere Fans und müssen so schnell wie möglich den Turnaround schaffen", betont Pagliuca.

"Die Fans stehen immer hinter uns. Wir sind in der Pflicht, alles zu geben. Die Qualität ist da. Wir müssen an uns glauben und das Glück wieder auf unsere Seite ziehen."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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