CFC-Torjäger Brügmann sagt Bruder Florian und Chemie den Kampf an

Chemnitz - "Wir haben beide etwas gutzumachen", sagt CFC-Torjäger Felix Brügmann (29) vor dem Bruderduell am Sonnabend an der Gellertstraße. Beim Gegner BSG Chemie Leipzig spielt der zwei Jahre ältere Florian.

Familienduell in der Regionalliga: CFC-Torjäger Felix Brügmann (29, hinten) trifft auf seinen Bruder Florian (31), der mit Chemie an der Gellertstraße antritt.
Familienduell in der Regionalliga: CFC-Torjäger Felix Brügmann (29, hinten) trifft auf seinen Bruder Florian (31), der mit Chemie an der Gellertstraße antritt.  © Picture Point/Gabor Krieg

Der hatte mit den Leutzschern im Mai das Landespokalfinale gegen Chemnitz 1:2 verloren. Aktuell steht die BSG in der Tabelle vor dem CFC, der zuletzt zwei Niederlagen einstecken musste.

"So oft haben wir noch gar nicht gegeneinander gespielt", verrät Felix Brügmann: "Es ist immer etwas Besonderes, wenn wir gemeinsam auf dem Platz stehen. Wann hat man das schon mal auf Profiebene."

In Cottbus (Januar 2020 bis Juni 2021) und Jena (2018/19) spielten die Brüder sogar im gleichen Team. Zusammen gewohnt hatten sie schon länger. "Als ich im Sommer 2016 zu Lok Leipzig gewechselt bin, wohnte mein Bruder in Halle und ich bin zu ihm gezogen. Während der gemeinsamen Zeit in Jena haben wir dann unsere Zelte in Leipzig aufgeschlagen. Dort wohnen wir heute noch", berichtet Felix Brügmann.

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Die Bruder-WG löste sich im vergangenen Jahr auf. "Florian hatte sich verlobt. Da habe ich gesagt: Ich lasse euch mal lieber allein", lacht der Wahl-Chemnitzer.

Bruderliebe ruht am Sonnabend für 90 Minuten

Florian hat über 100 Drittliga-Einsätze mehr bestritten und für den VfL Bochum sechsmal in der 2. Liga gespielt. War er mit dem größeren Talent gesegnet?

"Wir haben beide unterschiedliche Wege beschritten. Ich habe lange bei verschiedenen Vereinen in Hamburg und Umgebung gespielt. Florian ist in jungen Jahren zu Hansa Rostock und später zum HSV gewechselt. Dass er etwas erfolgreicher war, ist nie ein Thema zwischen uns. Wir freuen uns einfach, dass wir es beide in den Profifußball geschafft haben und genießen diese Zeit", erklärt Felix Brügmann.

Am Sonnabend ruht die Bruderliebe für 90 Minuten. Chemie hatte in der Liga zuletzt einen Lauf, musste sich allerdings im Landespokal im Elfmeterschießen gegen Lok Leipzig geschlagen geben. Der CFC steht im Achtelfinale, wartet in der Liga aber seit drei Partien auf einen Sieg.

"Ich rechne mit einem stimmungsvollen, kampfbetonten und brisanten Spiel. Wir müssen uns auf die Grundtugenden besinnen, mit viel Leidenschaft den Kampf annehmen", betont Felix Brügmann, der nicht alles schwarzmalen will: "Wir haben einen Weg eingeschlagen, von dem wir alle überzeugt sind. Da gehört auch mal ein Tal dazu." Aus dem will sich der CFC herauskämpfen. Mit einem Heimsieg gegen Leipzig.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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