CFC-Trainer Berlinski lässt alle ran: "Das hat etwas mit Respekt zu tun!"

Chemnitz - Locker und gelöst verließ der CFC-Trainer am Mittwochabend die Müllerwiese in Bautzen. "Ich bin sehr zufrieden. Wir wollten eine kleine Serie starten. Vielleicht wird eine große daraus", sagte Daniel Berlinski nach dem 3:0 gegen Schlusslicht Bischofswerda.

Der CFC feierte beim BFV den ersten Auswärtssieg der Saison in der Regionalliga.
Der CFC feierte beim BFV den ersten Auswärtssieg der Saison in der Regionalliga.  © Picture Point / Gabor Krieg

Zweimal trafen die Chemnitzer vom Elfmeterpunkt, einmal nach einem Eckball. 

Ein echter Gradmesser war der Tabellenletzte nicht, das wusste Berlinski. 

Mit Tim Campulka (Rotsperre), Tobias Müller und Bickel (beide erkältet) fehlten gleich drei Stammkräfte. 

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Das merkte man dem Spiel seiner Mannschaft nicht wirklich an. Pflichtaufgabe souverän gelöst!

"Ich vertraue allen Spielern, die im Kader stehen. Wenn Stammkräfte ausfallen, müssen andere in die Bresche springen. Es ist ihre Chance, sich in die Mannschaft zu spielen", betonte Berlinski.

Er sah einen sehr kontrollierten und konzentrierten Auftritt seiner Jungs, die mit viel Geduld auf den Strafraum der Schiebocker spielten. 

Aus der ersten zwingenden Chance entstand das 1:0 durch Andis Shala (Handelfmeter, 36.).

CFC-Coach Berlinski schont die Kräfte wegen englischer Wochen

Daniel Berlinski schimpfte vehement über eine Verwarnung und sah daraufhin von Schiri Alexander Sather selbst Gelb.
Daniel Berlinski schimpfte vehement über eine Verwarnung und sah daraufhin von Schiri Alexander Sather selbst Gelb.  © Picture Point / Gabor Krieg

Das schnelle 2:0 (47.) nach dem Seitenwechsel durch Kevin Freiberger brach den Widerstand der stark verunsicherten Platzherren (ein Punkt aus den letzten neun Spielen) endgültig. 

Berlinski: "Hintenheraus können wir das Ergebnis noch höher schrauben. Aber ich will nicht auf hohem Niveau meckern."

Zumal der Chefcoach unmittelbar nach dem 3:0 (62.) durch Okan Kurt alle drei Stürmer vom Platz und den zweiten Anzug aus dem Schrank holte. 

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"Wir haben eine englische Woche und schon zahlreiche Spiele in den Knochen", erklärte Berlinski: "Zum einen ging es darum, Körner zu sparen vor dem Spiel am Sonntag bei Chemie Leipzig. Zum anderen wollte ich denjenigen, die bislang weniger zum Einsatz gekommen sind, eine Chance geben, sich zu präsentieren. Wenn man nach einem 3:0 nicht schnell wechselt, wann dann. Das hat auch etwas mit Respekt zu tun." 

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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