CFC-Verteidiger Osso: Erst Auswahlcamp, dann Startelf?

Chemnitz - Während die halbe Mannschaft des Chemnitzer FC nach dem 1:1 bei Chemie Leipzig in Quarantäne musste, begann für Verteidiger Aschti Osso (19) eine ganz besondere Reise: Der 19-Jährige, doppelt geimpft, flog nach Jordanien ins Trainingscamp der "U23"-Auswahl von Syrien.

Aschti Osso (19) trainierte am Dienstag wieder mit seinen Chemnitzer Kollegen.
Aschti Osso (19) trainierte am Dienstag wieder mit seinen Chemnitzer Kollegen.  © picture point/Sven Sonntag

Inzwischen ist er zum CFC zurückgekehrt und bereitet sich mit dem Team von Trainer Daniel Berlinski (35) auf das Auswärtsspiel beim Spitzenreiter BFC Dynamo vor.

"Ich habe sehr prägende Eindrücke und Erfahrungen aus Jordanien mitgenommen. Ich hatte interessante Gespräche mit meinen Nationalmannschaftskollegen, die unter anderem in Schweden, Ungarn, Brasilien oder noch in Syrien spielen. Ihre Geschichten waren sehr bewegend", berichtet Osso.

Er selbst war acht Monate alt, als er sein Heimatland verließ und mit der Familie nach Deutschland ging. "Meine Eltern kommen ursprünglich aus Tirbespi. Ich bin als jüngstes Kind der Familie sehr behütet aufgewachsen", verrät der Verteidiger, der im Sommer aus der himmelblauen "U19" ins Regionalligateam wechselte.

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In zwei der elf Partien kam Osso zum Einsatz. Ob er mit seiner robusten und dynamischen Spielweise beim BFC erstmals in die Startelf rückt, wird sich zeigen.

Den Schwung aus dem Auswahlcamp möchte er auf alle Fälle mitnehmen und sich beim CFC für höhere Aufgaben empfehlen. Osso: "Sollte irgendwann einmal der Anruf vom Nationaltrainer kommen, wäre es für mich eine große Ehre."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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