Defensiv anfällig! CFC-Abwehrchef Hoheneder: "Extrem ärgerlich"

Chemnitz - "Ich glaub' es geht schon wieder los!" An diesen Evergreen von Roland Kaiser hat wohl so mancher gedacht, der am Sonnabend beim Auftakt-1:2 im Stadion an der Gellertstraße saß.
Die erfahrenen Jakub Jakuobov (l.) und Niklas Hoheneder konnten die Treffer der Berliner nicht verhindern.
Die erfahrenen Jakub Jakuobov (l.) und Niklas Hoheneder konnten die Treffer der Berliner nicht verhindern.  © imago images/Harry Härtel

In den ersten 17 Minuten kamen die Gäste vom FC Viktoria zu drei Großchancen. Zwei machte CFC-Schlussmann Jakub Jakubov zunichte, ein Ball ging neben das Tor. Nach dem Seitenwechsel, als sie das Spiel besser im Griff hatten, ließen sich die Chemnitzer zweimal auskontern. Abwehrstärke sieht anders aus!

Dass es besser geht, weiß auch Kapitän Niklas Hoheneder: "Wir wollten mit einem Angriffspressing starten. Die Berliner haben clever dagegengehalten. Bei uns passte die Abstimmung nicht. Da können wir uns bei Jakub bedanken. Er hat uns im Spiel gehalten."

Böse Erinnerungen wurden wach an das vergangene Jahr. Da startete der CFC zwar mit einem 1:1 gegen Mit-Aufsteiger Mannheim in die Saison, kassierte in den darauffolgenden drei Partien jedoch zehn Gegentore!

"Wenn man so ausgekontert wird, beide Male die falschen Entscheidungen trifft, dann ist das extrem ärgerlich. Die Berliner haben es auch gut gemacht, sind mit drei, vier Mann tief gegangen. Das ist für die letzte Kette schwer zu verteidigen", analysierte Hoheneder.

Trainer Daniel Berlinski muss schnelle Lösungen finden

CFC-Kapitän Niklas Hoheneder redete nach der Auftaktpleite nicht um den heißen Brei herum.
CFC-Kapitän Niklas Hoheneder redete nach der Auftaktpleite nicht um den heißen Brei herum.  © imago images/Harry Härtel

Trainer Daniel Berlinski wird die defensive Anfälligkeit der Himmelblauen gegen flinke Berliner sicher aufgefallen sein. Der 34-Jährige wird schnelle Lösungen finden müssen. 

Überdacht werden muss sicher auch die Besetzung der Position vor der Vierer-Abwehrkette. Dort machte Tim Campulka als alleiniger Abräumer bisher keinen sicheren Eindruck.

Doch es war nicht alles schlecht zum Auftakt. Hoheneder: "Wir haben nach der schwierigen Anfangsphase auf Mittelfeldpressing umgestellt. Danach wurde es besser. In der zweiten Halbzeit hatten wir genügend Chancen, um das Spiel für uns zu entscheiden."

Klappte nicht. Und so gehen die Chemnitzer mit der Hypothek der 1:2-Heimniederlage ins Pokalfinale. "Dort erwartet uns ein ganz anderes Spiel. Eilenburg wird nicht den Offensivfußball zeigen wie Viktoria", glaubt Hoheneder: 

"Gegen einen tief stehenden Gegner werden andere Lösungen gefragt sein. Darauf trainieren wir in dieser Woche hin. Und dann geht es mit Vollgas rein in das Finale."

Titelfoto: imago images/Harry Härtel

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