CFC-Mittelfeldmann Müller bittet um Geduld und warnt vor Final-Gegner

Chemnitz - Die 1:2-Niederlage zum Auftakt schmerzt die Himmelblauen immer noch. "Das hatten wir uns ein Stück weit anders vorgestellt", gestand CFC-Mittelfeldmann Tobias Müller nach dem verloren gegangenen Heimspiel gegen Viktoria Berlin.

Tobias Müller (r.) erlebte mit seinen Himmelblauen gegen Viktoria Berlin eine harte Landung.
Tobias Müller (r.) erlebte mit seinen Himmelblauen gegen Viktoria Berlin eine harte Landung.  © Picture Point/Roger Petzsche

"Fußball ist kein Wunschkonzert. Wir haben vor diesem Spiel knapp drei Wochen gemeinsam trainiert. Man sieht, dass die Abläufe noch nicht zu 100 Prozent passen. Das kann man nach der Kürze der Zeit vielleicht auch nicht erwarten", betonte Müller.

Der Traditionsklub aus der Hauptstadt steckt allerdings ebenso noch mitten in der Vorbereitung wie die Chemnitzer. Viktoria-Trainer Benedetto Muzzicato: "Wir haben die Woche vor dem CFC-Spiel sehr hart trainiert. Trotzdem hat man unsere Spielidee klar erkannt."

Das war bei den Gastgebern (noch) nicht der Fall. Dem Aufbauspiel fehlte die klare Struktur. Das in der Anfangsphase praktizierte Angriffspressing ging komplett nach hinten los. Mehrmals wurde die Hintermannschaft der Himmelblauen von den Berlinern überrannt. 

Trainer Daniel Berlinski beorderte seine Elf später ins Mittelfeld zurück. Konteranfällig blieb seine Elf trotzdem, wie beide Gegentore zeigten.

Zweites Erfolgserlebnis für den CFC in der noch jungen Saison am Samstag?

Abkühlung muss sein: Tobias Müller erwartet auch im Pokalfinale ein hitziges Duell.
Abkühlung muss sein: Tobias Müller erwartet auch im Pokalfinale ein hitziges Duell.  © Haertelpress/Harry Härtel

"Es braucht etwas Zeit, bis alles zusammenwächst", bat Müller um Geduld für die neu formierte Mannschaft: "Wir haben 15 Spieler dazubekommen. Da kann man nicht erwarten, dass von Spieltag eins an alles auf Knopfdruck funktioniert. Wir müssen weiter hart arbeiten. Geschenkt bekommst du auch in dieser Liga nichts."

Am Sonnabend kann sich der CFC das zweite Erfolgserlebnis in der noch jungen Saison verschaffen. Nach der souverän gelösten Aufgabe beim FC International Leipzig (3:0) wartet im Landespokal-Finale mit dem FC Eilenburg der nächste Oberligist auf den Drittliga-Absteiger.

Der Torschütze aus dem Viktoria-Heimspiel, Alexander Dartsch, warnt: "Ich habe im Nachwuchsbereich des CFC und FC Erzgebirge mit einigen, die jetzt in Eilenburg sind, zusammen trainiert und gespielt. Diese Aufgabe dürfen wir nicht unterschätzen."

Müllers Worte klangen ähnlich: "Sie haben im Halbfinale gegen Lok Leipzig gezeigt, was sie können. Das wird für uns kein Selbstläufer. Wir müssen wie in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen." 

Titelfoto: Haertelpress/Harry Härtel

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