Nils Köhler rettete CFC-Sieg: "Ich stand goldrichtig"

Chemnitz - Kleiner Mann ganz groß! CFC-Kicker Nils Köhler, der mit 1,70 Meter nicht unbedingt das Gardemaß für einen Platz im himmelblauen Abwehr-Bollwerk mitbringt, avancierte beim 3:2 (2:1) gegen den FSV Union Fürstenwalde zum Matchwinner.

Wahnsinn! Nils Köhler wuchs mit seinen 1,70 m über sich hinaus und rettete per Kopf auf der Linie - CFC-Schlussmann Jakub Jakubov hätte den Ausgleich nicht verhindern können.
Wahnsinn! Nils Köhler wuchs mit seinen 1,70 m über sich hinaus und rettete per Kopf auf der Linie - CFC-Schlussmann Jakub Jakubov hätte den Ausgleich nicht verhindern können.  © Picture Point/Gabor Krieg

Es lief die 5. Minute der Nachspielzeit. Julian Geurts holte den Hammer raus, zog aus 18 Metern ab. Der Ball flog Richtung linkes Tordreieck. 

Das 3:3 lag in der Luft. 

Verhindert wurde der Einschlag nicht von Schlussmann Jakub Jakubov, sondern von Köhler. Der schraubte sich hoch, köpfte den Ball von der Linie. Danach war Schluss.

Während die erstmals seit März wieder mit Fans besetzte Südtribüne Jakubov für die vermeintliche Glanztat feierte, wurde Köhler von seinen Teamkollegen "begraben". 

Die Chemnitzer bejubelten den Zittersieg gegen spielstarke Fürstenwalder, die mit drei Siegen in Folge angereist waren. 

Einen Vorwurf mussten sich die Gäste, die in erster Linie Schiri Eugen Ostrin (Eisenach) für die Pleite verantwortlich machten, gefallen lassen: Sie spielten immer erst dann zielstrebig und gefährlich nach vorn, wenn sie hinten lagen.

Auf das 1:0 und 2:1 fanden sie die passenden Antworten. Nach dem 3:2 hatte der FSV erst Pech (Aluminium), dann wuchs der kleine Köhler über sich hinaus. 

"Ich habe einfach spekuliert, stand goldrichtig. Dass ich den Ball mit dem Kopf noch erwische - einfach Wahnsinn", strahlte der Neuzugang vom SV Lippstadt.

CFC-Abwehrkicker Köhler: "Haben uns den Sieg verdient"

Die Himmelblauen feierten ausgelassen ihren zweiten Saisonsieg.
Die Himmelblauen feierten ausgelassen ihren zweiten Saisonsieg.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das spektakuläre Ende passte zum spannungsgeladenen und torreichen Duell, in dem sich die Elf von Trainer Daniel Berlinski deutlich spielstärker präsentierte als eine Woche zuvor beim 1:0 gegen Halberstadt. 

"Wir haben es ordentlich gemacht und uns den Sieg verdient. Es wird von Spiel zu Spiel besser. Mit Chemnitz ist zu rechnen", betonte Köhler.

Der Linksverteidiger freut sich nun auf das Highlight gegen die TSG 1899 Hoffenheim: "Mein erstes Pflichtspiel gegen einen Bundesligisten. In Lippstadt hatten wir im DFB-Pokal Bayer 04 Leverkusen zu Gast. Leider stand ich nicht im Kader."

Dieses Mal wird Köhler nicht nur im Kader, sondern auch in der Startelf stehen. 

Verdient hat sich das der 27-Jährige mit seiner Rettungstat gegen Fürstenwalde allemal.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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