Chemnitzer FC beendet lange Pause mit Klassiker beim BFC

Chemnitz - Vier Wochen in der Zuschauerrolle, und das mitten in der laufenden Saison – das war auch für den Trainer des Chemnitzer FC, Daniel Berlinski (35), eine komplett neue Situation.

CFC-Coach Daniel Berlinski (35) kam sich in den vergangenen Wochen beim Training im wahrsten Sinne des Wortes verlassen vor. Umso mehr freut er sich, dass es mit den Ligaspielen endlich weitergeht.
CFC-Coach Daniel Berlinski (35) kam sich in den vergangenen Wochen beim Training im wahrsten Sinne des Wortes verlassen vor. Umso mehr freut er sich, dass es mit den Ligaspielen endlich weitergeht.  © picture point/Sven Sonntag

Der 35-Jährige hatte Glück. Er zählt zu jenem Teil der Mannschaft, der sich impfen ließ und nach zahlreichen Corona-Infektionen bei den Himmelblauen nicht in Quarantäne geschickt wurde.

An ein geordnetes Mannschaftstraining war seit dem 1:1 bei Chemie Leipzig am 27. August trotzdem nicht zu denken.

"Die erste Woche haben wir gar nicht trainiert, in der zweiten mit sechs Mann und gemeinsam mit unserer U19. In der dritten Woche kamen die ersten Jungs aus der Quarantäne zurück. In dieser Woche waren bis auf die drei verletzten Spieler alle dabei", berichtet Berlinski.

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Wer am Freitag, 19 Uhr, im Sportforum Hohenschönhausen für den CFC auflaufen wird - Wunderdinge sollte man von der Berlinski-Elf nicht erwarten. Zumal das Team auswärts und beim souveränen Spitzenreiter BFC Dynamo antreten muss.

"Körperlich werden die meisten meiner Spieler nach der vierwöchigen Spielpause nicht auf Topniveau sein", erklärt Berlinski: "Es kann durchaus sein, dass wir früh wechseln müssen, wenn die Kräfte bei einem Spieler schwinden. Das ist einkalkuliert. Aber wir beißen uns da durch und werden jetzt nicht jammern."

Vor fast genau einem Jahr gab es das bisher letzte Duell zwischen dem CFC und dem BFC. Damals verloren die Himmelblauen zuhause 0:1.
Vor fast genau einem Jahr gab es das bisher letzte Duell zwischen dem CFC und dem BFC. Damals verloren die Himmelblauen zuhause 0:1.  © Picture Point / Gabor Krieg

Die Spieler sind heiß darauf, endlich wieder um Punkte zu kämpfen. Dass der Re-Start mit einem echten Klassiker und unter Flutlicht erfolgt, sieht Berlinski durchweg positiv. "Wir haben bei diesem Topteam nichts zu verlieren", sagt der Chefcoach und kündigt an: "Wir wollen mit sehr viel Spielfreude in dieses Spiel gehen und die 90 Minuten genießen. Solche Duelle haben wir alle vier Wochen lang vermisst."

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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