Mit dem Jena-Duell endet heute die lange Corona-Pause für den CFC

Chemnitz - Beim 3:2-Heimsieg gegen Jena in der Hinrunde schmorte Daniel Bohl auf der Bank. Beim heutigen Drittliga-Restart gegen die Thüringer wird der Mittelfeld-Malocher in der CFC-Startelf stehen.

Unter Trainer Patrick Glöckner (r.) hat sich Daniel Bohl zum Stammspieler gemausert.
Unter Trainer Patrick Glöckner (r.) hat sich Daniel Bohl zum Stammspieler gemausert.  © Picture Point/Gabor Krieg

So war es fast immer, seit Trainer Patrick Glöckner bei den Himmelblauen das Zepter schwingt. Nur zweimal fehlte Bohl - einmal nach der 5., das andere Mal nach der 10. Gelben Karte.

"Wir alle sind froh, dass es wieder losgeht. Wir sind heiß und wollen endlich Gas geben", sagt Bohl. Es waren Wochen der quälenden Ungewissheit, die hinter ihm und der Mannschaft liegen.

"Es hat einfach die Klarheit gefehlt. Wir Fußballer sind strukturierte Abläufe gewöhnt. Von heute auf morgen war plötzlich Pause. Keiner wusste, ob es weitergeht oder die Saison abgebrochen wird. Du konntest nie richtig abschalten, warst vom Kopf her immer dabei", verrät Bohl.

Am 13. März gingen die CFC-Spieler auseinander. Da war die für den 15. März angesetzte Partie beim FC Carl Zeiss bereits abgesagt. 

Am 1. Mai trafen die Chemnitzer im Sportforum erstmals wieder aufeinander, anfangs zum Kleingruppen-, ab 20. Mai zum Mannschaftstraining.

CFC-Mittelfeldkicker Bohl: "Jena ist keine schlechte Mannschaft"

Daniel Bohl will mit dem CFC einen gelungenen Neustart hinlegen.
Daniel Bohl will mit dem CFC einen gelungenen Neustart hinlegen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Heute, 17 Uhr in Würzburg, muss und will die Glöckner-Elf liefern. "Es wird wichtig sein, dass wir gut reinkommen. Nach der langen Pause und eineinhalb Wochen Mannschaftstraining weiß man natürlich nicht, wo man steht. Diese Situation ist für alle neu", sagt Bohl.

Er erwartet heute ein komplett anderes Spiel als beim 3:2 in der Hinrunde. "Wir haben inzwischen einen anderen Trainer, die Jenaer auch. Beide Mannschaften spielen einen anderen Fußball als damals", erklärt der gebürtige Saarländer und warnt: "Jena hat in der Rückrunde gute Leistungen gezeigt. Das ist keine schlechte Mannschaft. Vielleicht verspüren die Spieler ohne Fans auf den Tribünen weniger Druck und spielen befreiter auf. Ich erwartete eine ganz schwere Aufgabe."

Bohl selbst macht sich über die fehlende Unterstützung von den Rängen keine allzu großen Gedanken: "Im Training will ich auch jedes Spiel gewinnen. Und da schaut meistens auch keiner zu. Fußball ist simpel. Wenn du dir über alles den Kopf zerbrichst, hilft dir das nicht wirklich weiter."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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