"Brutaler Arbeitssieg!" Talligs Traumtor sorgt für Erleichterung beim CFC

Chemnitz - Am Tag danach war Ausschlafen angesagt! "Regeneration ist extrem wichtig. Wir kommen erst spät zurück. Die Jungs sollen am Pfingstmontag ausschlafen", sagte CFC-Coach Patrick Glöckner nach dem 1:0-Sieg gegen Jena und setzte die Einheit am gestrigen Montag für 14 Uhr an.

Das Tor des Tages im Ost-Klassiker - erzielt von Erik Tallig in Arjen-Robben-Manier.
Das Tor des Tages im Ost-Klassiker - erzielt von Erik Tallig in Arjen-Robben-Manier.  © imago images/foto2press

Der Ostklassiker, ausgetragen auf dem Würzburger Dallenberg, hatte am Sonntagabend viel Kraft gekostet. Wer im 82. Aufeinandertreffen beider Vereine eine klare Rollenverteilung erwartet hatte, sah sich schnell getäuscht.

Nicht die Chemnitzer, die vor der Corona-Pause einen glänzenden Lauf hatten (14 Punkte aus sieben Spielen), sondern das abgeschlagene Schlusslicht der 3. Liga gab den Ton an. 

Die Himmelblauen retteten sich schadlos in die Pause. Sie hatten Glück, dass Daniele Gabriele nur das Aluminium und nicht ins Tor traf (41.).

Viel besser wurde das Geschehen in den zweiten 45 Minuten nicht. Spielerische Raffinessen, Ballstaffetten, Torabschlüsse - alles Mangelware. 

Eigentlich war es ein typisches 0:0-Geisterspiel. Doch Chemnitz trifft fast immer. Wie in der 56. Minute. Erik Tallig jagte den Ball in den Winkel. 

Das Traumtor sorgte für kollektive Erleichterung. Der CFC liegt vier Punkte vor der Abstiegszone!

Der Von Erik Tallig geschossene Ball schlug unhaltbar im linken Dreiangel ein.
Der Von Erik Tallig geschossene Ball schlug unhaltbar im linken Dreiangel ein.  © imago images/foto2press
Jenas Keeper Jo Coppens ist geschlagen.
Jenas Keeper Jo Coppens ist geschlagen.  © Picture Point/Roger Petzsche

CFC-Trainer Glöckner: "Das sind drei glückliche Punkte"

Die Chemnitzer feiern Torschütze Erik Tallig (M.). Pascal Itter, Niklas Hoheneder (v.l.) und Rafael Garcia (r.) gratulieren.
Die Chemnitzer feiern Torschütze Erik Tallig (M.). Pascal Itter, Niklas Hoheneder (v.l.) und Rafael Garcia (r.) gratulieren.  © Picture Point/Roger Petzsche

"Wir haben die Chemnitzer nach der Pause zehn Minuten lang spielen lassen und prompt das Gegentor kassiert", ärgerte sich Jenas Teamchef René Klingbeil: "Das macht den Unterschied. Wir haben uns für die richtig gute erste Halbzeit nicht belohnt."

Glöckner sprach von einem "brutalen Arbeitssieg. Das sind drei glückliche Punkte." Aber irgendwo waren sie eben auch verdient. In den vergangenen sechs Partien stand bei den Chemnitzern hinten vier Mal die Null. "Und das wir immer ein Tor schießen können, ist mittlerweile bekannt", freute sich Glöckner mit seinem Torschützen.

Tallig, der in der Schlussphase angeschlagen raus musste, war überglücklich: "Ein unglaubliches Gefühl. Im Training übe ich solche Abschlüsse immer mal. Dass es heute im Spiel geklappt hat und wir durch mein Tor drei ganz wichtige Punkte holen konnten, ist umso schöner."

Der erste Schritt aus dem Tabellenkeller ist getan. Der zweite soll Mittwoch, 20.30 Uhr, im Heimspiel gegen den Vorletzten Großaspach folgen.

Titelfoto: imago images/foto2press

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