Dritte Liga: Kein Re-Start am 26. Mai!

Chemnitz/Zwickau - Die zerstrittene 3. Liga wird nicht am 26. Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Der Spielausschuss des DFB beschloss am Freitag, den Neustart nach hinten zu verschieben.

Der DFB beschloss am Freitag, dass der Neustart der dritten Liga nach hinten verschoben wird (Symbolbild).
Der DFB beschloss am Freitag, dass der Neustart der dritten Liga nach hinten verschoben wird (Symbolbild).  © Arne Dedert/dpa

"Bislang liegt weiterhin keine politische und übergeordnete behördliche Freigabe für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs der 3. Liga vor", teilte der DFB mit. Aus diesem Grund sei "der 26. Mai als angedachter Termin für den Wiedereinstieg in die laufende Saison nicht mehr möglich".

Den Klubs soll eine "vergleichbar lange Vorbereitungszeit" wie den Erst- und Zweitligisten ermöglicht werden. 

Am grundsätzlichen Plan, die Saison auf sportlichem Wege zu Ende zu bringen, ändere sich aber nichts.

"Die Nachricht überrascht uns nicht, denn allen war klar, dass der Termin nur zu halten ist, wenn es die behördlichen Verfügungslagen hergeben", sagte Geschäftsführer Chris Förster von Carl Zeiss Jena. 

"Wir gehen davon aus, dass es erst wieder Mitte oder Ende Juni losgehen könnte. Das Saisonende wäre dann deutlich über den 30. Juni hinaus und würde bei vielen Klubs für großes Unbehagen sorgen", so Förster.

CFC und FSV Zwickau bleiben gelassen

CFC-Sportdirektor Armin Causevic bleibt entspannt (Archivbild).
CFC-Sportdirektor Armin Causevic bleibt entspannt (Archivbild).  © Picture Point / Gabor Krieg

CFC-Sportdirektor Armin Causevic bleibt trotz der Nachricht entspannt: "Für uns ändert sich dadurch nur eine Sache: Dass sich die ab Dienstag oder Mittwoch geplante Quarantäne-Woche im Hotel nach hinten verschiebt. Alle anderen Abläufe mit Training und Testungen bleiben so wie geplant." 

Zwickaus Sportchef Toni Wachsmuth sieht in der Verzögerung des Re-Starts die Möglichkeit, verlorene Trainingszeit aufzuholen. "Die Zeit für uns drängt. Wir wollen unsere Mannschaft schnellstmöglich wettkampftauglich bekommen, um die Saison erfolgreich zu Ende zu spielen."

Die Mehrheit der Klubs hatte sich ebenso wie das DFB-Präsidium für eine Fortsetzung der Saison ausgesprochen. Allerdings ist der Widerstand einiger Klubs groß. Zwischen ihnen, dem DFB und sogar der Politik war in den vergangenen Tagen ein heftiger Streit darüber entbrannt, wie und ob die Spielzeit zu Ende gebracht werden soll.

FSV-Sportchef Toni Wachsmuth will verlorene Trainingszeiten aufholen (Archivbild).
FSV-Sportchef Toni Wachsmuth will verlorene Trainingszeiten aufholen (Archivbild).  © Picture Point / Gabor Krieg

Dies soll auch noch im Juli möglich sein. Derzeit beschäftige man sich damit, "dass gegebenenfalls reguläre Spieltage der 3. Liga über den 30. Juni hinaus durchgeführt werden müssen".

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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