CFC-Kapitän Hoheneder denkt noch nicht an Zwickau: Abstiegsfinale rückt näher!

Chemnitz - Die Mannschaft lebt. Sie kämpft. Sie spielt einen mitreißenden Fußball. Doch die Chemnitzer kommen im Abstiegskampf einfach nicht vom Fleck! "Wir haben gezeigt, dass wir in die 3. Liga gehören", hatte CFC-Trainer Patrick Glöckner vor dem Duell mit Eintracht Braunschweig fast schon trotzig betont.

Der Moment das Abpfiffes beim 1:2 daheim gegen Braunschweig und eine gleiche Handbewegung bei allen Himmelblauen. Sören Reddemann, Dejan Bozic, Philipp Hosiner, Matti Langer und Niklas Hoheneder können es nicht fassen.
Der Moment das Abpfiffes beim 1:2 daheim gegen Braunschweig und eine gleiche Handbewegung bei allen Himmelblauen. Sören Reddemann, Dejan Bozic, Philipp Hosiner, Matti Langer und Niklas Hoheneder können es nicht fassen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Den eindrucksvollen Beweis lieferte seine Elf am Dienstagabend ab. Sie spielte den Tabellenzweiten, der wie eine Woche zuvor das abstiegsbedrohte Team aus Münster im destruktiven 5-4-1 antrat, an die Wand.

Am Ende stand ein 1:2 auf der Anzeigetafel. Es war die sechste Niederlage im achten Spiel seit dem Re-Start für die Himmelblauen, für die es bereits morgen beim KFC Uerdingen weitergeht.

Es lief die sechste Minute der Nachspielzeit. Eintracht-Keeper Marcel Engelhardt, zuvor mit einigen Glanzparaden, griff beim weiten Einwurf von Paul Milde daneben. Die Chance zum ganz späten Ausgleich!

Doch Philipp Hosiner, in Halbzeit eins beim satten Direktschuss ans Aluminium vom Pech verfolgt, schlug am Fünfmeterraum ein Luftloch. 

Der hinter ihm postierte Niklas Hoheneder jagte die Kugel in den Abendhimmel.

CFC-Trainer Patrick Glöckner musste das Spiel auf der Tribüne anschauen.
CFC-Trainer Patrick Glöckner musste das Spiel auf der Tribüne anschauen.  © Frank Kruczynski

CFC-Kapitän Niklas Hoheneder ärgert sich über versemmelten Schuss

Denkt noch nicht an ein mögliches Abstiegsfinale gegen Zwickau am Mittwoch, sondern erst einmal an morgen in Uerdingen: CFC-Kapitän Niklas Hohenender.
Denkt noch nicht an ein mögliches Abstiegsfinale gegen Zwickau am Mittwoch, sondern erst einmal an morgen in Uerdingen: CFC-Kapitän Niklas Hohenender.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Über diese Szene ärgere ich mich am allermeisten. Ich hatte einfach keine Kraft mehr, habe mich nochmal nach vorn geschleppt und bekomme zu viel Rücklage", meinte der CFC-Kapitän, der in der 69. Minute "mit viel Wut im Bauch" von der Strafraumgrenze das 1:2 erzielt hatte.

Die Effizienz vor dem gegnerischen Tor - für Hoheneder der Hauptgrund für die 15. Saisonniederlage: "Wir machen aus 18 Chancen ein Tor, Braunschweig aus zwei Möglichkeiten zwei."

Und so bekam die spielstarke Glöckner-Elf wie schon beim 1:2 in Braunschweig zwar viele Komplimente, aber keine Punkte. Die sind dringend notwendig, um aus dem Tabellenkeller zu klettern.

Alles läuft auf das "Abstiegsfinale" am 1. Juli beim FSV Zwickau hinaus. Hoheneder beschäftigt sich noch nicht mit dem brisanten Derby: "Wir haben in Uerdingen das nächste Sechs-Punkte-Spiel. Darauf freuen wir uns." 

Hoffentlich gibt es auch nach dem Abpfiff Grund zur Freude.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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