CFC-Mittelfeld-Malocher Daniel Bohl: "Es ist wie ein Alptraum!"

Chemnitz - CFC-Mittelfeldmalocher Daniel Bohl verbringt die trainings- und spielfreie Zeit im heimatlichen Saarland. Dort entwickelt er neue Fähigkeiten als Handwerker, wie der Routinier auf der Homepage der Himmelblauen verriet.

So werden wir CFC-Mittelfeldmalocher Daniel Bohl wohl eine Weile nicht sehen: Spielend auf dem Rasen.
So werden wir CFC-Mittelfeldmalocher Daniel Bohl wohl eine Weile nicht sehen: Spielend auf dem Rasen.  © PICTURE POINT Gabor Krieg

"Wir renovieren. Ich schaue, dass ich etwas mithelfen kann“, erklärt der 25-Jährige: "Mein Papa hat den Plan und das handwerkliche Geschick. Ich bin für das Grobe zuständig."

Für einige Wochen ist er ins heimische Kinderzimmer eingezogen. Für ihn kein Problem. "Es läuft überraschend gut. Ich war es nicht mehr gewohnt, bei meinen Eltern zu leben. Wir nehmen alle sehr viel Rücksicht aufeinander. Es ist schön, so viel Zeit mit der Familie zu verbringen."

Das Coronavirus ist selbstverständlich auch bei den Bohls ein Thema. Über 800 Fälle weist das kleine Bundesland an der französischen Grenze auf. 

Bohl: "Es ist hier, wie im gesamten Land, eine angespannte Situation. Man merkt es im Supermarkt, wenn man etwas besorgen muss. Für mich ist es ein bisschen wie ein Alptraum, der leider noch nicht vorbei ist."

Bohl meidet die sozialen Kontakte. "Ich verbringe die Zeit bei meiner Familie und Freundin. Ich schaue, dass ich nur mit ihnen Kontakt habe." Neben den Hilfsarbeiten als Handwerker widmet er sich seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre. "Ich versuche, die eine oder andere Hausarbeit zu schreiben. Das lenkt ab." 

So hat er bereits 30 Seiten zum Thema Wirtschaftsrecht zu Papier gebracht.

Nicht 100 Prozent ausgepowert

Völlig ausgepowert ist er trotzdem nicht: "Ich merke, dass ich nicht so ganz ausgelastet bin, wenn ich den ganzen Tag im Haus verbringe. Deshalb beginne ich meinen Tag meistens schon mit Sport, mache ein paar Kraft-Übungen oder gehe laufen."

Das alles ist freilich kein gleichwertiger Ersatz für das Teamtraining im Sportforum. "Es ist für alle eine sehr harte Zeit", betont Bohl: "Ich wünsche mir, dass wir die Saison erfolgreich zu Ende spielen können" 

"Aber ich denke, das wäre egoistisch den betroffenen Personen gegenüber. Die Gesundheit geht vor. Da muss der Fußball zurückstecken."

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Titelfoto: PICTURE POINT Gabor Krieg

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