CFC-Pleite in Berlin! Berlinskis Betonriegel hält nur kurz

Chemnitz - Sieben Mal muss der Chemnitzer FC in dieser Saison nach Berlin. Die erste Reise lohnte sich schon mal nicht: 0:1 (0:0) verlor der Drittliga-Absteiger am Sonntag bei Hertha BSC II.

CFC-Mittelfeldspieler Theo Ogbidi und Hertha BSC II-Kicker Timur Gayret im Zweikampf.
CFC-Mittelfeldspieler Theo Ogbidi und Hertha BSC II-Kicker Timur Gayret im Zweikampf.  © Picture Point/Gabor Krieg

Trainer Daniel Berlinski hatte nach dem 0:1 gegen den BFC Veränderungen angekündigt - drei nahm er vor: Christian Bickel, Lukas Aigner und Felix Schimmel ersetzten Okan Kurt, Nils Köhler und Simon Roscher.

Die Hereinnahme von Schimmel machte sich in der Anfangsphase bezahlt. Der Rechtsverteidiger zeigte einige gute Flankenläufe, fand im Zentrum aber keine Abnehmer. 

Das änderte sich in der 20. Minute. Dieses Mal war es ein kurzes Abspiel von Schimmel auf Tobias Müller. Der knallte die Kugel aus gut 20 Metern ans Aluminium. Schlussmann Nils Körber wäre nicht herangekommen. 

Im Gegenzug verlor der weit aufgerückte Aigner das Laufduell mit Daishawn Redan und riss den Berliner am Trikot zu Boden. 

Für Schiri Felix Burghardt eine Notbremse und damit glatt Rot. Der CFC blieb in Un­ter­zahl zu­nächst das spiel­be­stim­men­de Team.

CFC-Betonriegel hielt nur bis zur 57. Minute

Hertha BSC II-Stürmer Jessic Ngankam trifft zum 1:0. CFC-Keeper Jakub Jakubov hatte keine Chance.
Hertha BSC II-Stürmer Jessic Ngankam trifft zum 1:0. CFC-Keeper Jakub Jakubov hatte keine Chance.  © Picture Point/Gabor Krieg

Nach Bi­ckel-Ecke köpf­te Ni­klas Ho­he­ne­der an die Ober­kan­te des Ge­bälks (24.). Nach einer halben Stunde kam der Hertha-Express ins Rollen. Mit einer Glanztat gegen Redan verhinderte Jakub Jakubov das Gegentor (31.). Timur Gayret zog aus 14 Metern ab (32.). Wieder war der Torwart der Himmelblauen auf dem Posten. 

Sekunden später verzog Jessic Ngankam, Mittelstürmer aus dem Bundesliga-Kader, denkbar knapp. Kurz vor der Pause musste Jakubov nochmals seine Klasse zeigen. Dieses Mal entschärfte er den Ball von Luca Netz (43.). Spätestens jetzt war das 0:0 für die Gäste schmeichelhaft. 

Das sah Berlinski offenbar nicht anders. Der Coach stellte mit Beginn der zweiten Halbzeit auf 5-3-1 um. Berlinskis Betonriegel hielt bis zur 57. Minute. Da spielten sich die Berliner schön über die rechte Seite durch. 

Redan legte für Ngankam auf. Der ließ Jakubov keine Chance: 1:0. Redan hatte sechs Minuten später die Vorentscheidung auf dem Fuß, scheiterte mit seinem Foulelfmeter an Jakubov. 

Redan tauchte in der Schlussphase, als Chemnitz alles nach vorn warf, noch zweimal frei vor dem Gästetor auf. Beide Male schob der Berliner den Ball am langen Pfosten vorbei. Es reichte für die Gastgeber trotzdem zum Sieg.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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