Der nächste Kicker verlässt den Chemnitzer FC

Chemnitz - Heuert Sören Reddemann auf der Hansa-Kogge an? Der CFC-Innenverteidiger hat mit guten Leistungen in der 3. Liga auf sich aufmerksam gemacht. An Angeboten mangelt es nach dem Abstieg nicht.

Sören Reddemann (r.) bejubelt seinen letzten Treffer für den Chemnitzer FC. Dieser bedeutete das zwischenzeitliche 2:1 für die Himmelblauen gegen den FC Hansa Rostock. Am Ende gab es zwar einen 4:2-Sieg, Reddemann & Co. stiegen dennoch in die Regionalliga ab.
Sören Reddemann (r.) bejubelt seinen letzten Treffer für den Chemnitzer FC. Dieser bedeutete das zwischenzeitliche 2:1 für die Himmelblauen gegen den FC Hansa Rostock. Am Ende gab es zwar einen 4:2-Sieg, Reddemann & Co. stiegen dennoch in die Regionalliga ab.  © Haertelpress

In Rostock würde er mit Jens Härtel auf seinen ehemaligen "U19"-Trainer aus RB-Leipzig-Zeiten treffen. "Noch ist nicht absehbar, wohin mein Weg führt. Fest steht aber, dass ich den CFC verlassen werde", sagt Reddemann.

Der Abstiegsfrust ist verflogen. "Dass uns am Ende zwei Tore gefehlt haben, ist noch immer schwer zu begreifen. Doch das Leben geht weiter. Ich schaue nach vorn", erklärt Reddemann.

Innerhalb eines Jahres hat er die gesamte Bandbreite an Emotionen kennengelernt. Mit Wehen Wiesbaden stieg er 2019 in die 2. Liga auf. Zufrieden war er mit seinen Einsatzzeiten im Aufstiegsjahr nicht. Er wechselte nach Chemnitz und wurde auf Anhieb Stammspieler.

"Wir haben unter Patrick Glöckner immer gut gespielt und nachgewiesen, dass wir in die 3. Liga gehören. Letztlich waren es Nuancen, die gegen uns entschieden haben. Das Glück war nicht auf unserer Seite", blickt der Innenverteidiger zurück.

Der Abstieg sei ein scheiß Gefühl gewesen: "Das willst du kein zweites Mal erleben. Mental machen dich solche bitteren Erfahrungen aber stärker."

CFC-Abwehrspieler Sören Reddemann und seine Frau erwarten ihr erstes Kind

Am Tag nach dem 4:2-Heimsieg gegen Rostock, der nicht zum Klassenerhalt reichte, sagte Reddemann: "Ich setze mich jetzt mit meinem Berater zusammen. Mein Ziel ist es, so hoch wie möglich zu spielen."

Verständlich. Mitte Mai ist er 24 Jahre alt geworden, bestes Fußball-Alter. 

Wenn er den Sprung in die 2. Liga schaffen will, muss Reddemann jetzt die Weichen stellen.

Ob er am Ende nach Rostock, Dresden, Aue oder in den Westen geht, wird sich zeigen. "Natürlich wäre es super, wenn ich in der Region bleiben könnte." 

Schließlich werden Sören und Ehefrau Maria im November das erste Mal Eltern. "Ein Mädchen hat sich angekündigt", strahlt der gebürtige Zwenkauer.

Vaterfreuden statt Abstiegsfrust! Es gibt wichtigere Dinge im Leben als Fußball.

Titelfoto: Haertelpress

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