Trotz bitterer Niederlage überwiegt der Stolz beim CFC: "Haben ein Riesenspiel gemacht!"

Chemnitz - "Wahnsinn. Wir hatten Hoffenheim am Rande einer Niederlage", sagte Kapitän Niklas Hoheneder nach der Pokalschlacht, die im Elfmeterschießen 2:3 verloren ging, an die sich viele CFC-Fans aber noch lange erinnern werden.

Unglücksrabe des Abends: CFC-Mittelfeldmann Christian Bickel jagte den letzten Ball vom Punkt über den Kasten, ärgerte sich kurz darauf darüber.
Unglücksrabe des Abends: CFC-Mittelfeldmann Christian Bickel jagte den letzten Ball vom Punkt über den Kasten, ärgerte sich kurz darauf darüber.  © Picture Point/Gabor Krieg

In der Verlängerung lag der Außenseiter plötzlich vorn. Der Bundesligist rettete sich mit einem verwandelten Foulstrafstoß von Vize-Weltmeister Andrej Kramaric ins Elfmeterschießen.

In dem wehrte Gäste-Schlussmann Oliver Baumann die ersten beiden Bälle von Riccardo Grym und Tobias Müller direkt ab. 

Zum Unglücksraben wurde 2:1-Torschütze Christian Bickel. Er jagte den letzten Ball vom Punkt über den Kasten und ging zudem mit einem angebrochenen Nasenbein aus dem Pokalfight.

Hoheneder sprach von einem "Déjà-vu-Erlebnis". 

Bereits im August 2019 war der CFC im Elfmeterschießen aus dem DFB-Pokal geflogen, damals hieß der Gegner Hamburger SV.

CFC-Kapitän Hoheneder: "Viele Spieler haben gegen Hoffenheim gesehen, welche Reserven sie haben"

CFC-Kapitän Niklas Hoheneder (r.) versucht Hoffenheims Christoph Baumgartner zu stoppen.
CFC-Kapitän Niklas Hoheneder (r.) versucht Hoffenheims Christoph Baumgartner zu stoppen.  © Picture Point/Gabor Krieg

So bitter das späte Pokal-Aus für die Himmelblauen war - es änderte nichts an der starken und beherzten Leistung, die die Elf von Trainer Daniel Berlinski abgeliefert hatte. 

"Wir haben ein Riesenspiel gemacht", lobte Hoheneder, der als sechster Schütze bereit stand und mit dem Trio, das verschossen hatte, fühlte: "Das ist eine Drucksituation und nach 120 Minuten, in denen du alles rausgehauen hast, nicht ganz so einfach. Mit Baumann stand ein erstklassiger Torhüter im Kasten, der nicht ohne Grund bei der DFB-Auswahl war, der in solchen Momenten seine ganze Routine zeigt und die Bälle pariert."

DFB-Pokal war gestern, ab sofort gilt der Fokus wieder der Regionalliga. Am Sonnabend gastiert der Drittliga-Absteiger beim 1. FC Lok Leipzig

Was nehmen die Chemnitzer mit? Hoheneder: "Viele Spieler haben gegen Hoffenheim gesehen, welche Reserven sie haben. Einige wussten wahrscheinlich gar nicht, dass es möglich ist, 120 Minuten lang einem Bundesligisten hinterher zu jagen."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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