Chemnitzer FC: Wird Müller beim Pokal wieder zum Doppelpacker?

Chemnitz - 11.638 Zuschauer strömten vor zwei Jahren ins Stadion an der Gellertstraße, sorgten für einen stimmungsvollen Rahmen, als sich der Chemnitzer FC und FSV Zwickau im Endspiel des Landespokals duellierten.

Ein Foto aus einer anderen Zeit: Am 25. Mai 2019 sahen knapp 12.000 Zuschauer in Chemnitz das Landespokalfinale zwischen dem CFC und dem FSV Zwickau, dass die Himmelblauen gewannen 2:0.
Ein Foto aus einer anderen Zeit: Am 25. Mai 2019 sahen knapp 12.000 Zuschauer in Chemnitz das Landespokalfinale zwischen dem CFC und dem FSV Zwickau, dass die Himmelblauen gewannen 2:0.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

Am Mittwoch treffen beide Teams im Halbfinale aufeinander - vor leeren Rängen!

Nicht nur deshalb erwartet Mittelfeldmann Tobias Müller (27) ein komplett anderes Spiel: "Damals gingen wir als frisch gebackener Aufsteiger in das Duell. Der Pokalsieg war das i-Tüpfelchen auf eine sehr außergewöhnliche Saison."

In dieser Saison ist aus dem direkten Wiederaufstieg nichts geworden. Seit Anfang November geht in der Regionalliga nichts mehr.

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Die letzte Ausfahrt heißt Landespokal!

Müller hat sich in den vergangenen Tagen immer wieder mal an das Finale vom 25. Mai 2019 erinnert. Beim 2:0-Sieg der Himmelblauen traf er doppelt.

Erst Sekunden vor dem Pausenpfiff, dann in der Schlussphase mit einem von Toni Wachsmuth (34) leicht abgefälschten Sonntagsschuss.

Vergangene Wochen waren schwierige Zeit für die CFC-Kicker

Er war vor zwei Jahren der Mann des Spiels: Tobias Müller traf doppelt. Heute kann er das wiederholen.
Er war vor zwei Jahren der Mann des Spiels: Tobias Müller traf doppelt. Heute kann er das wiederholen.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

Neben Müller hielten nur Schlussmann Jakub Jakubov (32), Paul Milde (26), Tim Campulka (22) und Ioannis Karsanidis (27) dem CFC die Treue. Kapitän Niklas Hoheneder (34) sitzt inzwischen als "Co" auf der Trainerbank.

"Zwickau ist eine gestandene Drittliga-Mannschaft, zweikampfstark, sehr geradlinig im Spiel nach vorn. Das wird eine schwierige Aufgabe. Wir wollen in den DFB-Pokal und werden alles raushauen, um die Sensation zu schaffen", betont Müller.

Nach dem Hoheneder-Abschied hat der 27-Jährige die Kapitänsbinde übernommen. "Viel verändert hat sich dadurch für mich nichts. Wenn es nötig war, habe ich auch schon zuvor meine Meinung gesagt."

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Die vergangenen Wochen nennt er "eine schwere Zeit. Es war nicht einfach, die Spannung hochzuhalten. Keiner wusste, wann die Punktspiele fortgesetzt werden."

Die Mannschaft habe sich über die zahlreichen Trainingseinheiten und Testspiele gut weiterentwickelt.

Müller: "Wir haben definitiv einen Schritt nach vorn gemacht und sind als Team zusammengewachsen." Gute Voraussetzungen, um dem 1:0 gegen Auerbach am Mittwoch den nächsten Pokalsieg folgen zu lassen.

Titelfoto: Picture Point/Kerstin Dölitzsch

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