CFC zittert weiter! Abgezockte Eintracht entführt drei Punkte aus Chemnitz

Chemnitz - Spielerisch war das richtig stark, doch im Fußball zählen die Punkte. Und da ging der Chemnitzer FC am Mittwochabend gegen Eintracht Braunschweig erneut leer aus. Mit 2:1 (2:0) gewannen die abgezockten Niedersachsen, die mit diesem Sieg auf Platz eins der 3. Liga kletterten.

CFC-Riese Tarsis Bonga im Zweikampf mit Lasse Schlüter (Braunschweig).
CFC-Riese Tarsis Bonga im Zweikampf mit Lasse Schlüter (Braunschweig).  © Picture Point / Gabor Krieg

Trainer Patrick Glöckner brachte mit Sando Sirigu, Sören Reddemann, Tarsis Bonga, Tobias Müller und Philipp Hosiner fünf Neue im Vergleich zum 0:3 in Würzburg und schickte mit Hosiner/Dejan Bozic eine Doppelspitze in das Duell mit dem Tabellenzweiten.

Die Gastgeber legten gegen tief stehende Braunschweiger auch direkt den Vorwärtsgang ein. Bonga zog aus 20 Metern zentral ab - sichere Beute für Schlussmann Marcel Engelhardt.

Dann verursachte Erik Tallig an der Seitenlinie einen Freistoß. Ein Fall für Martin Kobylanski. Der zirkelte die Kugel an den Fünfmeterraum, wo der aufgerückte Innenverteidiger Steffen Nkansah völlig unbedrängt zur Gästeführung einköpfte (8.).

Die Himmelblauen reagierten unbeeindruckt. In der 11. Minute hämmerte Hosiner den Ball per Direktabnahme ans Lattenkreuz. Dann lief sich Bozic schön frei. Statt selbst abzuziehen, legte er quer - dort stand keiner.

Nach einer halben Stunde die nächste Möglichkeit für die Platzherren: Talligs direkten Freistoß fischte Engelhardt weg. Der hätte ins rechte obere Toreck gepasst.

CFC kassiert bitteres 0:2 vor der Halbzeitpause

CFC-Chefcoach Patrick Glöckner musste nach seiner Gelb-Roten Karte in Würzburg auf der Tribüne Platz nehmen.
CFC-Chefcoach Patrick Glöckner musste nach seiner Gelb-Roten Karte in Würzburg auf der Tribüne Platz nehmen.  © Picture Point / Gabor Krieg

Chemnitz spielte eine richtig starke erste Halbzeit. Doch in der 37. Minute kam die nächste kalte Dusche: Merveille Biankadi trifft mit links ins lange Eck: 2:0 für die Eintracht.

Die Glöckner-Elf antwortete mit wütenden Angriffen, doch der Ball wollte einfach nicht über die Linie. Bonga köpfte knapp vorbei. Reddemann verfehlte aus vier Metern das Tor. In Hosiners Schuss warf sich ein Braunschweiger. 

CFC-Sportdirektor Armin Causevic zur Pause: "Das sind Riesenchancen. Aber wir müssen solche Dinger mal im Netz versenken!"
Dieser Wunsch ging auch nach dem Seitenwechsel lange Zeit nicht in Erfüllung. 

Dann nagelte Niklas Hoheneder den Ball von der Strafraumgrenze unter den Querbalken (69). Der Anschlusstreffer war hochverdient und setzte neue Kräfte frei. 

Doch trotz des himmelblauen Sturmlaufs sollte der Ausgleich nicht mehr fallen. Das Zittern um den Klassenerhalt geht weiter.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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