Elf Infizierte beim CFC! Jetzt wackelt auch das Cottbus-Heimspiel

Chemnitz - Der CFC hat den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Doch von der Normalität sind die Himmelblauen noch ganz weit entfernt.

Der letzte CFC-Rest: Die Trainingsgruppe ist derzeit recht überschaubar.
Der letzte CFC-Rest: Die Trainingsgruppe ist derzeit recht überschaubar.  © Haertelpress/Harry Härtel

Sechs Spieler trafen sich am Dienstagvormittag im Sportforum. Nur vier, Tim Campulka, Robert Zickert, Felix Schimmel und Simon Roscher, sind aktuell spielfähig. Nils Köhler und Christian Bickel befinden sich im Aufbautraining. "Alle anderen sind verletzt, infiziert oder befinden sich in Quarantäne", verriet Chefcoach Daniel Berlinski.

Seit dem 1:1 bei Chemie Leipzig am 27. August ist bei den Chemnitzern nichts mehr wie es war. Elf Mann sind mittlerweile nachweislich an Covid-19 erkrankt, darunter auch bereits Geimpfte.

Zwei weitere Spieler befinden sich noch bis Sonntag in häuslicher Quarantäne. Hinzu kommen Stanley Keller, Tobias Müller und Dominik Pelivan, die mit Verletzungen ausfallen.

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Berlinski lobte das Krisenmanagement des Vereins.

"Wir haben nach den ersten positiven Fällen sofort die Infektionsketten unterbrochen, nicht mehr trainiert und alle nach Hause geschickt. Die weiteren Infektionsfälle der Kontaktpersonen zeigen, dass es das einzig Richtige war, sieben Tage lang komplett zu pausieren", betonte der Trainer.

Der verletzte Tobias Müller (28) schaute beim Training seiner Himmelblauen vorbei.
Der verletzte Tobias Müller (28) schaute beim Training seiner Himmelblauen vorbei.  © Haertelpress/Harry Härtel

Findet das Heimspiel gegen Energie Cottbus am 18. September statt?

Corona-Teststation im Sportforum: Physiotherapeutin Nina Marie Riekenbrauck nimmt bei David Wunsch (18) eine Speichelprobe.
Corona-Teststation im Sportforum: Physiotherapeutin Nina Marie Riekenbrauck nimmt bei David Wunsch (18) eine Speichelprobe.  © Haertelpress/Harry Härtel

Bleibt die Frage nach der Rückkehr zur Normalität. "Die kann ich nicht beantworten", erklärt Berlinski. Denn keiner weiß, in welchem körperlichen Zustand die elf infizierten Spieler nach ihrer Komplett-Genesung zurückkehren werden.

Fest steht: Alle müssen sich vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining einer kardiologischen Untersuchung unterziehen. "Danach werden sie sich sicher langsam wieder an die höheren Belastungen gewöhnen müssen", sagt Berlinski.

Er kann sich momentan nur schwer vorstellen, dass das Heimspiel gegen Energie Cottbus wie geplant am 18. September stattfinden kann.

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Die für das kommende Wochenende angesetzte Partie beim FSV Luckenwalde sagte der NOFV am Dienstag ab.

Titelfoto: Haertelpress/Harry Härtel

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