Ex-CFC-Kapitän Dennis Grote bleibt suspendiert! Droht das Karriereende?

Essen - Schwere Zeiten für Dennis Grote (35)! Der Kapitän von Rot-Weiss Essen bleibt weiterhin suspendiert und muss nun alleine zu Hause trainieren.

Dennis Grote (35) lief zwischen 2016 und 2019 stolze 110-mal für den Chemnitzer FC auf und erzielte dabei 13 Tore, gab obendrauf 27 Assists. (Archivbild)
Dennis Grote (35) lief zwischen 2016 und 2019 stolze 110-mal für den Chemnitzer FC auf und erzielte dabei 13 Tore, gab obendrauf 27 Assists. (Archivbild)  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

Der Grund: In der Regionalliga West ist das Titelrennen in vollem Gange. Ausgerechnet RWE-Verfolger SC Preußen Münster wollte den früheren Leader des Chemnitzer FC abwerben - und zwar in der Winterpause!

Dafür bot man dem im Münsterland verwurzelten Grote einen langfristigen Vertrag an, den er im Spätherbst seiner Karriere gerne unterschrieben hätte. Er wurde bei den Essener Verantwortlichen vorstellig, die einem Wechsel allerdings kategorisch den Riegel vorschoben. Das akzeptierte der langjährige Profi klaglos und wurde trotzdem erst vorläufig und nun endgültig freigestellt.

Rot-Weiss erklärte sich dazu wie folgt: "Nach entsprechender Würdigung aller relevanten Entscheidungs-Kriterien wird die Freistellung von Dennis Grote vom Trainings- und Spielbetrieb der ersten Mannschaft bis auf Weiteres Bestand haben. Ebenfalls bleibt es dabei, dass RWE unter keinen Umständen die Zustimmung zu einem Wechsel des Spielers zu einem direkten Mitbewerber in der anstehenden Winter-Transferperiode erteilen wird."

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Sportdirektor Jörn Nowak (35) führte weiter aus: "Dieser Sachverhalt hat uns von der ersten Sekunde an extrem belastet, insbesondere auch deshalb, weil wir immer wieder betont haben, wie wichtig uns der interne Zusammenhalt und die maximale Fokussierung aller auf unser gemeinsames Ziel ist. Dennis Grote war in den vergangenen zweieinhalb Jahren unbestritten ein wichtiger Eckpfeiler unserer Mannschaft. Dennoch mussten wir unter Abwägung der vielen relevanten Bewertungsaspekte eine Entscheidung zum Wohle von Rot-Weiss Essen treffen."

Rot-Weiss Essens Erklärung zur Suspendierung von Dennis Grote im Wortlaut

Gibt es für Dennis Grote vielleicht doch noch ein Happy End?

Dennis Grote (35) muss derzeit mit Einzeltraining vorliebnehmen. Ob es bei Rot-Weiss Essen noch einmal ein Comeback gibt, ist fraglich, aber wohl nicht ganz ausgeschlossen.
Dennis Grote (35) muss derzeit mit Einzeltraining vorliebnehmen. Ob es bei Rot-Weiss Essen noch einmal ein Comeback gibt, ist fraglich, aber wohl nicht ganz ausgeschlossen.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

Nowak ergänzte, dass diese Entscheidung in Bezug auf die Verantwortung gegenüber dem Verein "alternativlos" sei. Laut der "Bild"-Zeitung läuft Grote nun täglich "daheim einsam durch Feld und Wald".

Im schlimmsten Fall bliebe er bis zu seinem Vertragsende am 30. Juni 2022 außen vor, weshalb er möglicherweise sogar das Ende seiner langen Laufbahn in Erwägung zieht. Denn er hätte dann ein halbes Jahr nicht mehr gespielt, schwierig, da noch mal auf hohem Niveau anzugreifen.

Doch laut der "Bild" befinden sich viele Teamkollegen auf Grotes Seite und ebenso Coach Christian Neidhart (53). Eventuell bringt das die Verantwortlichen noch einmal ins Grübeln. Immerhin gibt der ehemalige Bundesliga-Profi auf dem Platz Vollgas und war deshalb auch in der laufenden Saison an der Seite vom früheren Profi von Dynamo Dresden, Luca Dürholtz (28), im Mittelfeldzentrum als erfahrener Ankurbler gesetzt.

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Zudem fiel er nie als Stinkstiefel auf, weshalb die Härte der Essener Verantwortlichen schon verwundert, obwohl sie andererseits verständlich ist. RWE liegt mit einem absolvierten Spiel weniger einen Punkt vor dem Wuppertaler SV und einen weiteren Zähler vor Münster.

Deshalb verspricht die restliche Rückrunde ein hoch spannendes Aufstiegsrennen. Und da RWE den ersehnten Gang in die 3. Liga mehrfach verpasst hat, tun die Bosse natürlich alles, um es diesmal endlich zu schaffen. Aber vielleicht gibt es für Grote ja doch noch ein Happy End...

Titelfoto: Picture Point/Kerstin Dölitzsch

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