Ex-CFC-Kapitän Dennis Grote rockt mit Rot-Weiss Essen die Regionalliga West

Essen/Chemnitz - Dennis Grote (34) ist im hohen Fußballer-Alter in absoluter Top-Form! Der frühere Kapitän des Chemnitzer FC glänzt bei Rot-Weiss Essen seit einigen Spielen als Torschütze und Vorlagengeber.

Dennis Grote (34, l.) war beim Chemnitzer FC drei Jahre Führungsspieler und Leistungsträger.
Dennis Grote (34, l.) war beim Chemnitzer FC drei Jahre Führungsspieler und Leistungsträger.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Denn die Regionalliga West läuft im Gegensatz zur Nordost-, den beiden Nordstaffeln und der aus Bayern bekanntlich weiter.

Am Samstag spielte Grote mit RWE gegen die U21 des 1. FC Köln. Das Match erwies sich als hart zu knackende Nuss. Doch am Ende entschied Grote die Partie für den Traditionsverein mit seinem Traumtreffer zum 3:1-Endstand.

Erst am vergangenen Sonntag hatte er Essen bei Alemannia Aachen in Führung gebracht, doch nach Abpfiff stand "nur" ein 1:1 zu Buche. Das war aber lediglich ein Mini-Dämpfer.

Denn am 25. November hatte Rot-Weiss den Wuppertaler SV gleich mit 6:1 aus dem Stadion Essen geschossen. Auch hier netzte Grote ein - und zwar per Kopf zum 3:1! Ein seltenes Glück für den schussstarken defensiven Mittelfeldspieler.

In den Tagen zuvor hatte er beim 4:0-Erfolg beim VfB Homberg und beim 2:0-Sieg bei Borussia Mönchengladbach drei Buden vorbereitet. Insgesamt kommt Grote in 17 Einsätzen auf vier Treffer und drei Assists.

Er ist unter Trainer Christian Neidhart (52) also gesetzt und grüßt mit RWE zudem von der Tabellenspitze. 41 Punkte, ein Torverhältnis von 37:9, zwölf Siege und fünf Unentschieden in 17 Spielen sprechen eine deutliche Sprache: Essen ist ein absolutes Top-Team!

Ab 2:34 Minuten: Dennis Grotes Kopfballtor für Rot-Weiss Essen im Video

Dennis Grote entschied das Spiel für Rot-Weiss Essen gegen den 1. FC Köln II

Rot-Weiss Essen verfügt über einen herausragend besetzten Regionalliga-Kader

Abschied vom CFC: Dennis Grote (34) wechselte im Sommer 2019 zu Rot-Weiss Essen.
Abschied vom CFC: Dennis Grote (34) wechselte im Sommer 2019 zu Rot-Weiss Essen.  © Picture Point/ Kerstin Dölitzsch

Doch Rot-Weiß muss Ausrutscher auch möglichst vermeiden. Die U23 von Borussia Dortmund hat nämlich zwei Spiele weniger absolviert und liegt lediglich drei Punkte hinter Essen. Die anderen Mannschaften können mit diesen beiden Ausnahmeteams nicht mithalten.

Für Essen spricht in diesem Kopf-an-Kopf-Rennen die größere Erfahrung. Mit Akteuren wie Torjäger Simon Engelmann (31, 18 Einsätze, 15 Treffer, zwei Vorlagen) und der stabilen Innenverteidigung Alexander Hahn (27) sowie Daniel Heber (26) hat man einige weit überdurchschnittliche Viertliga-Spieler im Kader, die diesmal aber auch als echte Einheit funktionieren. Ohnehin ist RWE auch in der Breite exzellent besetzt und kann immer von der Bank nachlegen.

Am Aufschwung hat auch Grote seinen Anteil, der im Mittelfeld mit seiner Erfahrung die Fäden zieht und ihm Stabilität verleiht - ganz so, wie beim CFC. Für Chemnitz absolvierte er 110 Spiele (13 Tore, 27 Vorlagen) und ging mit seiner Dynamik voran. Der frühere Bundesliga-Profi hielt 2016/17 mit den Himmelblauen die Klasse in der 3. Liga, ehe es den CFC ein Jahr später dann doch erwischte.

Grote blieb allerdings und stieg 2019 aus der Regionalliga direkt wieder in die 3. Liga auf. Dann entschied sich der gebürtige Kaiserslauterer für eine Luftveränderung und schloss sich RWE an, wo er jetzt noch einmal aufblüht.

Titelfoto: Picture Point/ Kerstin Dölitzsch

Mehr zum Thema Chemnitzer FC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0